Service der Heideregion muss Gästerückgang hinnehmen

Weniger Entdecker im Bus

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Im Entdeckerbus der Heideregion saßen in der abgelaufenen Saison weniger Passagiere als im Vorjahr. Heideregion-Geschäftsführer Jürgen Clauß führt das auf den Wegfall von einer Fahrt pro Tag und Linie zurück. 

Uelzen/Landkreis. Um etwas mehr als 15 Prozent sind die Fahrgastzahlen des Entdeckerbusses in der vergangenen Saison zurückgegangen. Gleichwohl ist das für die lokale Tourismus-Organisation Heideregion kein Grund, in Schwarz zu malen.

Im Gegenteil: „Wir sind sehr zufrieden, obwohl die absoluten Zahlen zurückgegangen sind“, sagt Heideregion-Geschäftsführer Jürgen Clauß.

An den Wochenenden vom 3. Juni bis 3. Oktober wählten 20 952 Personen den Entdecker-Bus für einen Tagesausflug in die Region. Im Jahr zuvor waren es noch 25 443 Reisende. Den signifikanten Rückgang führt Clauß darauf zurück, dass der Entdeckerbus in der abgelaufenen Saison nur viermal statt wie im Sommer 2015 fünfmal am Tag gestartet ist.

Am größten war die Nachfrage im September und am ersten Oktober-Wochenende mit 7547 Passagieren. Das bedeute im Schnitt rund 39 Fahrgästen pro Fahrt. Der Jahresdurchschnitt 2016 liege mit knapp 32 Personen pro Fahrt etwas höher als 2015 (31 Personen).

Seit zehn Jahren bietet die Heideregion den Service in den Sommermonaten an. Die eingesetzten Busse fahren drei unterschiedliche Routen durch den Landkreis. Es gibt touristische Informationen, an den Haltepunkten können Reisende aussteigen (natürlich auch zusteigen), um von dort ihren individuellen Ausflug zu starten.

Besonders erfreulich sei für Heideregion die Tatsache, dass der Service für Radler weiter stark nachgefragt sei. Die können ihr Fahrrad auf einen Anhänger hinter dem Bus aufladen. 4192 Fahrräder wurden transportiert. Mit rechnerisch 6,4 Fahrrädern (2015: 5,6) pro Fahrt konnte bei der Fahrradmitnahme eine Steigerung um 13 Prozent festgestellt werden, so Clauß.

Vergleiche man die absoluten Zahlen der drei Ringbuslinien, dann könne man bei der Linie 1 (Uelzen – Bad, Bevensen-Ebstorf) im Vergleich zum Vorjahr den geringsten Rückgang feststellen (minus 5,9 Prozent), gefolgt von Linie 2 (Uelzen – Ellerndorfer Heide – Hösseringen, minus 11,2 Prozent). Der größte Rückgang sei bei der Linie 3 (Uelzen – Bad Bodenteich – Suhlendorf, minus 33, 2 Prozent) festgestellt worden, berichtet Jürgen Clauß.

Berücksichtige man allerdings auch hier die Reduzierung von fünf auf vier Fahrten pro Tag, konnten die Linien 1 und 2 sogar leicht Zuwächse verzeichnen und Linie 3 nur einen leichten Rückgang.

Von Jens Schopp

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