Böller löst Brand in Bienenbüttel aus / Ansonsten ruhige Silvesternacht im Kreis

Hecke steht in Flammen

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(Symbolfoto)

Uelzen/Landkreis. Vermutlich durch ein Silvesterfeuerwerk ist in der Nacht zum Donnerstag eine Gartenhecke am neuen Kreisverkehr in Bienenbüttel in Brand geraten.

Nach Angaben der Feuerwehr stand die etwa drei Meter hohe Hecke auf einer Länge von zwei Metern lichterloh in Flammen. Den Einsatzkräften gelang es aber, das Feuer rasch zu löschen. Verletzt wurde niemand, eine Gefahr für andere Gebäude bestand nicht.

„Dies war nach über 17 Jahren der erste Einsatz in der Neujahrsnacht für die Feuerwehr Bienenbüttel“, berichtete deren Pressesprecher Stefan Kommert. Abgesehen davon habe die Einheitsgemeinde zu Silvester einen ruhigen Jahreswechsel erlebt.

Auch im übrigen Landkreis Uelzen gab es für Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste nur wenig zu tun. „Gelegentliche Streitigkeiten, Ruhestörungen und einige Böller-Einsätze blieben die Höhepunkte“, teilte die Polizei mit.

Glimpflich endete ein Feuer am frühen Neujahrsmorgen in Westerweyhe. Dort brannte eine Biotonne komplett ab, eine daneben stehende Altpapiertonne wurde durch die Flammen ebenfalls beschädigt. Das Feuer konnte von einem Anwohner gelöscht werden, sodass die Feuerwehr nicht erforderlich war. Die Polizei vermutet, dass Silvesterböller in die Tonne geworfen wurden, und bittet um Hinweise unter (05 81) 93 00.

Das Klinikum Uelzen verzeichnete ebenfalls einen relativ ruhigen Jahreswechsel. „In der Notaufnahme war weniger los als sonst in einer Silvesternacht“, erklärte Klinikumssprecher Thorsten Eckert auf AZ-Anfrage. Elf Patienten hätten wegen zu heftigen Alkoholkonsums behandelt werden müssen, drei Personen nach körperlichen Auseinandersetzungen. „Mit Böller-Verletzungen wurde zum Glück niemand ins Klinikum eingeliefert“, sagte Eckert. Ein Neujahrsbaby kam übrigens nicht auf die Welt, „dafür hatten wir aber vier Silvesterbabys.“

Im Landkreis Lüneburg kam es in der Silvesternacht zu zahlreichen Schlägereien und Vorfällen mit Feuerwerkskörpern. So schubste ein 52-Jähriger einen 16 Jahre alten Jugendlichen, weil er sich ärgerte, dass dieser Böller abbrannte. Daraufhin stürzte der Jugendliche zu Boden. Der 52-Jährige trat ihm laut Polizei absichtlich auf den Ellenbogen, so dass sich der junge Mann den Arm brach.

Außerdem brannten mehrere Müll- und Altpapiercontainer im Lüneburger Stadtgebiet, Briefkästen und Zigarettenautomaten wurden durch Böller stark beschädigt. Ein 31-Jähriger schoss mit Feuerwerkskörpern in Richtung eines Lagerfeuers im Hinterhof eines Hauses. Zudem zog der Mann eine Schreckschusspistole. Die Polizei beschlagnahmte die Waffe des Mannes, der dafür keinen Berechtigungsschein hatte. Auf den 31-Jährigen wartet nun ein Strafverfahren.

Von Bernd Schossadowski

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