Uelzens Marktcenter-Investor sorgt in Walsrode wegen Leerständen für Unmut

HBB-Projekt in der Kritik

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Die HBB hat der Politik versichert, das Projekt Marktcenter am Veerßer Tor so schnell wie möglich umzusetzen.

ib Uelzen/Walsrode. Während die HBB (Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft) weiterhin an dem Ziel festhält, in diesem Frühjahr mit dem Hochbau des Marktcenters zu beginnen, wartet man bei der Stadt Uelzen darauf, dass der Investor in Kürze den zweiten sogenannten Ankermieter für das Projekt präsentiert.

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Wie berichtet, soll neben dem ersten großen Mieter REWE ein mindestens 2000 Quadratmeter großer Elektrofachmarkt in das Marktcenter am Veerßer Tor einziehen. Die Suche nach Mietern kennt man auch bei einem anderen Projekt der HBB: In Walsrode baute der Hamburger Investor ein Fachmarktzentrum, das dort inzwischen für Unmut sorgt, weil dort nach der Eröffnung Ende August vergangenen Jahres viele Flächen noch immer leer stehen.

So sei laut Berichten der Kreiszeitung bei der Vorstellung der Baupläne und der Eröffnung der neuen Walsroder Mitte „viel versprochen“ worden. „Da war von einem Magneten für neue Käuferströme, von Anker-Mietern die Rede, die viele kleine Geschäfte anlocken würden“, heißt es. „Zurzeit hört man solche Worte nicht mehr.“

Dem Bericht zufolge sei auch Reinhard Mussehl, Projektentwickler bei der HBB, der auch für das Uelzener Marktcenter mit verantwortlich zeichnet, unzufrieden mit der Entwicklung in Walsrode. Man bemühe sich um eine Vermietung, führe intensive Mietergespräche, sagte er der Kreiszeitung. Und versicherte wiederholt, dass Interessenten vorhanden seien, aber noch keine Namen genannt werden könnten.

Während die Uelzener Politik sich derzeit noch auf ein zielführendes Wirken von Stadt und HBB verlässt, brodelt es in Walsrode bereits: So sei die SPD im dortigen Stadtrat laut ihres Fraktionsvorsitzenden „unzufrieden und enttäuscht“ und habe „mehr erwartet“, und das betreffe auch die Gestaltung von Parkplätzen. Auch dem Walsroder Stadtmanagement sei das Fachmarktzentrum ein Dorn im Auge: Der großflächige Leerstand sei nicht gerade Werbung für Walsrode als Einkaufsstadt, stellt der Stadtmanager gegenüber der Kreiszeitung fest. Da habe sich wohl jemand zu weit aus dem Fenster gelehnt, heißt es. Allerdings wäre die Alternative eine hässliche Bauruine an exponierter Stelle gewesen.

In Uelzen sind die Verantwortlichen unterdessen davon überzeugt, dass in Sachen Marktcenter alles seinen Gang geht: Die HBB habe alle Vertragsvorgaben erfüllt, betont man bei der Verwaltung, außerdem habe der Hamburger Investor für den Bau von Kreisverkehren und Grundstückskäufen bereits mehr als zwei Millionen Euro am Standort Uelzen investiert und damit die Ernsthaftigkeit seines Vorhabens unterstrichen.

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