Grundsteinlegung für Seniorenheim in Oldenstadt / Frühjahr 2016 ist Eröffnung

Haus der „Freundschaft“

+
So soll das „Haus Philia“ nach Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 2016 einmal aussehen. In ihm werden 86 Pflegeplätze für ältere Menschen zur Verfügung stehen.

Uelzen-Oldenstadt. Drei Schlüssel, drei Worte: Licht, Liebe und Leben hat Marcus Mollik auf die Schlüssel gravieren lassen, die in einer Zeitkapsel gestern auf der Baustelle der Seniorenresidenz in Oldenstadt eingemauert wurden.

Für die Einrichtung, in der ab kommendem Frühjahr ältere Menschen betreut und gepflegt werden sollen, wurde gestern der Grundstein gelegt.

Licht, Liebe und Leben seien bei dem Vorhaben in Oldenstadt die wichtigsten Begriffe, sagte Mollik als Geschäftsführer der künftigen Betreibergesellschaft WH-Care Uelzen. Ohne Licht gebe es die Menschen nicht, die Liebe stehe für das Umsorgen anderer und um das Leben gehe es. „Wir sehen uns mehr als Lebens- und Gesundheitseinrichtung und nicht so sehr als Pflegeheim“, so Mollik.

Bürgermeister Jürgen Markwardt (2.v.r) hat gestern zusammen mit Marcus Mollik (links) und Vertretern der Lindhorst-Gruppe die Zeitkapsel samt der gravierten Schlüssel eingemauert.

Auf 3800 Quadratmetern entsteht seit gut einem halben Jahr der etwa 100 Meter lange Flachbau. 86 Einzelzimmer wird die Seniorenresidenz nach Abschluss der Arbeiten haben. Bauherr und Eigentümer ist die Seniorenpark Immobilien GmbH, ein Unternehmen der Lindhorst-Gruppe mit Hauptsitz in Winsen (Aller). Bundesweit ist die Lindhorst-Gruppe als Investor aktiv – unter anderem plant, baut und betreibt sie Pflegeheime. Bereits 35 solcher Einrichtungen seien von ihr umgesetzt worden, schilderte gestern der technische Leiter bei der Lindhorst-Gruppe, Holger Johannesmann. Bei etwa der Hälfte sei das Unternehmen auch Betreiber – nicht so in Oldenstadt. Die Einrichtung wird an die WH-Care Uelzen GmbH vermietet, die eine Tochter der WH-Care Holding ist.

Die Holding ist wiederum ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftshaus-Gruppe und der Residia GmbH, die in Bad Bevensen das Albert-Schweizer-Heim unterhält. Und in der Kurstadt, so führte Mollik gestern aus, werde derzeit schon das künftige Team für Oldenstadt zusammengestellt. „Die Einrichtungsleitung und die Pflegeleiterin übernehmen Vorstellungsgespräche, zudem wird bereits eine Kernmannschaft aufgebaut“, sagte Mollik. Sie soll in der neuen Einrichtung einen reibungslosen Start garantieren.

Impulsgeber für das Seniorenheim war das Oldenstädter Ehepaar Sandra und Benjamin Pawlak, das die Idee für ein Wohnquartier für ältere Menschen entwickelte. In einem ersten Schritt entstanden Bungalows für betreutes Wohnen. In einem zweiten Schritt suchte das Paar nach einem Investor und einem Betreiber für ein Altenheim gleich neben den Bungalows, um den Bewohnern bei zunehmenden Gebrechen zu ermöglichen, im Ort bleiben zu können.

Für ihr Projekt wählten die Pawlaks den Namen „Pro Philia“ – übersetzt: für die Freundschaft. In Anlehnung daran wird die Seniorenresidenz auch „Haus Philia“ heißen.

Von Norman Reuter

Kommentare