Haupteingang nach hinten

Auf die Rückseite des Bienenbütteler Jugendzentrums soll der Haupteingang verlegt werden. So lässt sich problemlos ein barrierefreier Zugang schaffen.

Bienenbüttel - Von Ines Bräutigam. Die ursprünglichen Pläne für die Umgestaltung des Jugendzentrums wurden am Dienstagabend komplett über den Haufen geworfen: War zunächst noch geplant, den jetzigen Haupteingang zu erneuern und mit einer Rollrampe behindertengerecht auszustatten, ist nun geplant, den Haupteingang des JuZ auf die Rückseite des Gebäudes an der Ebstorfer Straße zu verlegen. Die Idee dafür hatte Matthias Kathmann, Bauingenieur und beratendes Mitglied im Bauausschuss, der sich die Gegebenheiten am Dienstag vor Ort noch einmal ansah.

Mit der Verlegung des Eingangs auf die Rückseite des Hauses erspart man sich viel Arbeit: Durch die Niveauunterschiede im Gelände nämlich erübrigt sich hier eine Rampe, ein neuer Zugang wäre bereits ebenerdig. Eine Überdachung mit Unterstellmöglichkeiten von Spiel-, Sport- und anderen Geräten soll den neuen Haupteingang ergänzen. Klitzekleiner Nachteil bei der Planung: Das haushohe Graffiti an der Außenwand wird ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Das aber sei zu verkraften, fand auch Michael Elsner vom Lüneburger Herbergsverein als Betreiber des JuZ, der die neue Planung befürwortet.

Weiterer Aspekt des JuZ-Umbaus: Der alte Haupteingang soll reaktiviert werden. Hier soll eine neue Tür eingebaut werden, das dahinter liegende Treppenhaus wird als Windfang fungieren. Die rechts daneben liegende Eisentür wird ausgebaut und durch ein Fensterelement ersetzt. Mit dem Entfernen der Mittelmauer auf dem Treppenpodest und einem frischen Anstrich der Mauern und einheitlich weißem Anstrich der Fenster wird die Vorderansicht des Jugendzentrums dann etwas ansehnlicher werden, ist die Hoffnung aller Beteiligten.

Zwar ist es mit einer Wärmedämmung des Gebäudes dann immer noch nicht zum Besten bestellt, aber das tut auch gar nicht not, war die Auffassung der Mehrheit der Ausschussmitglieder. „Der Einsatz neuer Fenster zum Beispiel bringt überhaupt nichts und rechnet sich nicht“, gab Matthias Kathmann zu bedenken, „wenn der Großteil des Gebäudes, nämlich das darum liegende Mauerwerk nicht gedämmt ist.“ Außerdem kam man überein, dass das Jugendzentrum ohnehin nicht den ganzen Tag lang genutzt wird und deshalb ein Vollwärmeschutz oder andere aufwändige energetische Maßnahmen nicht erforderlich sind.

Neben diesen Umbauplänen am Gebäude des Jugendzentrums sind, wie berichtet, auch Maßnahmen auf dem JuZ-Außengelände vorgesehen. So werden unter anderem eine Mulitfunktionsfläche und eine Grünfläche mit Grillplatz und Tischtennisplatte entstehen. Und das Beste an den neuen Plänen: Die Kosten werden sich von anfangs geschätzten 65 000 Euro voraussichtlich auf 52 000 Euro verringern. Um aber für einige Unwägbarkeiten gewappnet zu sein, verständigten sich die Ausschussmitglieder darauf, einen Kostenrahmen von 55 000 Euro festzusetzen. Da es Zuschüsse vom Landkreis Uelzen gibt und der für seine Haushaltsplanung baldmöglichst einen Förderantrag benötigt, soll der Bienenbütteler Verwaltungsausschuss alsbald eine endgültige Entscheidung fällen.

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