Die Verantwortlichen des Neuen Schauspielhauses Uelzen geben sich selbstbewusst

Ein Hauch Reinhard Schamuhn

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Jens Kunze, Barbara Matalla, Conny Bettlewski und Johannes Vogt-Krause (von links) mit einigen der Veranstaltungsplakate.

Uelzen. Es ist, als wehe ein Hauch von Reinhard Schamuhns Geist durch die alten Gemäuer des Keativen Speichers. Als ob der vor drei Jahren verstorbene selbsternannte Schamane in einer der verwinkelten Ecken noch anwesend sei.

Und er würde sich freuen, wenn er miterlebte, was seine künstlerischen Erben so alles auf die Beine stellen, um das kulturelle Leben in der Stadt zu bereichern.

„Wir scheinen eine wichtige Rolle im Kunst- und Kulturleben zu spielen,“ sagt Johannes Vogt-Krause vom Vorstand des Neuen Schauspielhauses bei der Vorstellung des Programms von Januar bis Juni 2017, rund 50 Veranstaltungstermine im kommenden Jahr. „Solch ein Programm zu planen, ist harte Arbeit.“ Und: „Wir sind uns der Tatsache schon bewusst, dass sich unsere Termine mit denen anderer Veranstalter beißen, aber das ist oftmals einfach nicht anders zu lösen.“ Das Uelzener Netzwerk in Sachen Kunst und Kultur funktioniere immer besser, es werde vermehrt miteinander gesprochen. „Wer meint, dass Uelzen kulturell nicht viel zu bieten habe, der liegt einfach falsch.“

Die Macher des Kunstprogramms des Neuen Schauspielhauses haben auch allen Grund, selbstbewusst aufzutreten, denn „unsere Besucherzahlen sind außerordentlich zufriedenstellend,“ sagt Conny Bettlewski „und so freuen wir uns darüber, dass wir eine relativ gesicherte wirtschaftliche Lage haben.“

Die wiederum ermöglicht die Teilnahme an der Kulturtafel – das bedeutet, dass fünf der insgesamt 95 Plätze des Neuen Schauspielhauses je Vorstellung für Bedürftige freigehalten werden. „Ein Angebot“, so Jens Kunze, ,,das eigentlich immer genutzt wird.“

Im Halbjahresprogramm 2017 mischt sich Altbewähtes mit Neuem, kommen mit Bidla Buh, Richard Wester und Jörn Brede Künstler, die dem Neuen Schauspielhaus schon länger verbunden sind, aber auch bislang nie dagewesene Künstler präsentieren sich und ihre Programme auf der kleinen Bühne. „Es ist eine gelungene Mischung aus Kleinkunstformaten,“ ist sich Johannes Vogt-Krause sicher. Auf eine Veranstaltung freuen sich die Macher des Kunstprogramms besonders: Am 1. März wird die Eröffnungsveranstaltung für das Reformationsjahr 2017 in Uelzen mit einer Vernissage der Ausstellung von Georg Lipinsky und einer Lesung eingeläutet.

Eintrittskarten für die Veranstaltungen sind unter anderem in der Touristinfo im Rathaus Uelzen und im Neuen Schauspielhaus an der Rosenmauer erhältlich.

Von Dirk Marwede

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Programm Januar bis Juni 2017 

8. Jan., 11 Uhr: Neujahrsempfang mit Daniel Malheur. 

13. Jan., 20 Uhr: Piano-Bajan - ein musikalischer Leckerbissen mit dem Duo Elena und Waldemar Keil. 

14. Jan., 20 Uhr: Vocaldente „Life is a highway“ – a-capella vom Allerfeinsten. 

15. Jan., 17 Uhr: Vocaldente „Life is a highway“. 

21. Jan., 20 Uhr: Pula Quast und Henry Altmann – ein lyrisch- musikalisches Portrait von Mascha Kaleko. 

29. Jan., 17 Uhr: Heinz-Erhard-Abend mit Jörn Brede. 

4. Feb., 20 Uhr: La Cabeza: Argentinischer Tango und Valse. 

11. Feb., 20 Uhr: Wilhelm-Busch-Abend mit Markus Maria Winkler und Jürgen Wegscheider. 

18. Feb., 20 Uhr: BEM!: „BEM me up“. Intergalaktische Musikkomödie. 

25. Feb., 20 Uhr: Clowns & Komödianten „Oh wie schön“. 

1. März, 18 Uhr: Eröffnungsveranstaltung zum Reformationsjubiläum 2017 in Uelzen. 

1. März, 18 Uhr: Vernissage zur Ausstellung der Kalender- blätter von Georg Lipinsky: „Ernst, Martin und die Reformation und Uelzen“. 

4. März, 20 Uhr: Einladung ins Wiener Kaffeehaus mit Sigrid Meißner, renatus Deckert und Kathy Nierenz. 

11. März, 20 Uhr: Bauchredner Mario Reimer. 

18. März, 20 Uhr: Mathias Bozó: „The Entertainer“ – ein Programm mit Songs von Billy Joel und Elton John. 

25. März, 20 Uhr: Lina Lärche: Kann ein Riegel Sünde sein? Liedparodie & Comedy. 

26. März, 17 Uhr: Bidla Buh: Vorpremiere ihres brandneuen Programms. 

1. April, 20 Uhr: Jan Jahn: „Kein schöner Land“, Musik- Kabarett. 

8. April, 20 Uhr: Gastspiel des Theaters Lauenburg: „Halbe Wahrheiten“ (Komödie). 

22. April, 20 Uhr: Kieck-Theater: Was? Männer und Frauen und andere Katastrophen. 

23. April, 15 Uhr: Kieck-Theater für Kinder: Der kleine Muck. Für Kinder ab fünf Jahren. 

29. April, 20 Uhr: Guitarman – Bass & Drums: 65er Rock & Roll der Raupenbahn. 

6. Mai, 20 Uhr: Richard Wester, Georg Nussbaumer feat. by Peter Pichl: Something special 

13. Mai, 20 Uhr: Lydia Laleike: „Elektra – Heute gehen wir ins Kopfkino“ (Theater). 

20. Mai, 20 Uhr: Ilka Hein und Andreas Reimann: „Dancing Queen auf Nulldiät“ – ein Abba-Chanson- Abend. 

17. Juni, 20 Uhr: MaCajun: Cajunmusik aus Louisiana and more. 

24. Juni, 20 Uhr: Duo Hora: Geschüttelt und berührt: Songs, Schauspiel und Wortwitz.

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