Sie müssen sich jetzt auf mehr Straßensperrungen und Umleitungen einstellen

Baustellen und Sperrungen: Harte Zeiten für Autofahrer im Kreis Uelzen

Uelzen/Landkreis. Rot-weiß gestreifte Warnbaken, ein knallgelber Umleitungshinweis: Wenn mit der Landesstraße 250 in diesem Sommer eine der wichtigsten Verkehrsadern im Landkreis Uelzen zwischen Ebstorf und Melzingen saniert wird, ist für Autofahrer dort mindestens drei Wochen lang kein Durchkommen.

Und es wird nicht bei dieser Geduldsprobe bleiben: „Wir haben sehr viele Maßnahmen, die wir unter Vollsperrung durchführen müssen“, kündigt Gesa Schütte von der Landesstraßenbaubehörde für das Jahr 2015 an – auch im Kreis Uelzen. Grund ist eine verschärfte Arbeitsschutz-Vorschrift.

Dirk Möller

Sind Straßen schmaler als 8,50 Meter, ist seit einiger Zeit eine Vollsperrung Pflicht. Für die Behörde in Lüneburg sei das ein Problem, berichtet deren Leiter Dirk Möller, denn 80 bis 90 Prozent der Landes- und Bundesstraßen im hiesigen Geschäftsbereich, zu dem neben dem Landkreis Uelzen auch die Kreise Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg gehören, erreichten diese Breite nicht.

In der Folge müssten „unkomfortable Umleitungen“ in Kauf genommen werden. Und sollten Befürchtungen einer weiteren Verschärfung der Grenzangaben wahr werden, „dann wäre fast gar nichts mehr durchführbar unter halbseitiger Sperrung“, so Möller.

Rund 30 Millionen Euro stehen der Behörde in Lüneburg in diesem Jahr für den Ausbau und die Instandsetzung von Straßen und Radwegen zur Verfügung – 24 Millionen fließen aus der Bundeskasse, sechs steuert das Land bei.

Auf viel Baustaub – nach einem sanierungsintensiven Jahr 2014 – muss sich erneut die Kurstadt Bad Bevensen einstellen, wenn zwischen der Ilmenaubrücke und der Brücke über den Elbe-Seitenkanal die Fahrbahn der L 252 erneuert wird (AZ berichtete).

Voraussichtlich nach den Sommerferien sollten die Bauarbeiter über mindestens sechs Wochen im Ort tätig sein, so Schütte. Eine Vollsperrung sei auch hier zeitweise nicht zu umgehen. Konkrete Planungen zu den beiden Bauabschnitten aber würden derzeit noch mit der Stadt Bad Bevensen abgestimmt.

Insgesamt neun Maßnahmen sind in diesem Jahr auf Uelzener Kreisgebiet vorgesehen, im gesamten Geschäftsbereich Lüneburg sind es rund 30 Projekte.

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