Verkehrsverein arbeitet noch an Details des Turms

Hansedenkmal kommt erst 2017

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Von 1927 bis in die 1950er Jahre stand an der Kreuzung bereits ein Verkehrsturm.

Uelzen. Ein historisches Frühstück auf dem Schnellenmarkt, Männer und Frauen in historischen Gewändern: Mitte September will Uelzen seine Ernennung zur Hansestadt feiern – die Enthüllung des Hansedenkmals an der Kreuzung vorm Alten Rathaus wird allerdings ausfallen.

Wie berichtet, hatte der Verkehrsverein Uelzen zu Beginn des Jahres dazu aufgerufen, Vorschläge für ein Hansedenkmal einzureichen. 15 Einsendungen wurden gezählt, mit denen sich eine neun Köpfe zählende Jury befasste. Sie entschied sich für die gemeinsame Idee von Polizei, Gefängnis, gwk und dem Bauunternehmen Saevecke, wieder einen Verkehrsturm für Uelzen zu schaffen. Von 1927 bis in die 1950er-Jahre stand an der Rathauskreuzung bereits ein Verkehrsturm, an dem Polizisten mit Kelle den Verkehr regelten. Bis zum Hansefest am 18. September sollte der fünf bis sechs Meter hohe neue Turm stehen, informierten Stadt und Verkehrsverein im Juni bei einem Pressegespräch. Doch das Projekt kam bisher über die Planungsphase nicht hinaus: „Momentan überarbeiten wir den vorliegenden Entwurf“, sagt Hans-Jürgen Bertram vom Verkehrsverein gestern im Gespräch mit der AZ. Der Verein wolle ein sehenswertes Denkmal für Uelzen schaffen, das auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung stoße. Deshalb soll es keinen Schnellschuss geben: „Wir haben den Zeitdruck rausgenommen“, so Betram. Eine Fertigstellung des Denkmals ist nun für das kommende Frühjahr geplant. „April, Mai“, nennt Betram als Zeitraum. Gute Gelegenheiten für ein Enthüllen des Verkehrsturms gebe es auch dann. „Wenn sich die Ernennung Uelzens zur Hansestadt jährt“, nennt der Vereinsvorsitzende ein Beispiel.

Wie der Verkehrsturm schließlich aussehen wird, das will der Verein in Kürze vorstellen. Soviel stünde aber schon fest, sagt Betram: Die Hansefarben sollen sich wiederfinden. Und: Die Metallstreben der Säule würden lackiert, damit sie keinen Rost ansetzen. Das ist aufwändig. Der Turm soll zu großen Teilen in der Werkstatt der JVA entstehen, doch für die Lackierungen sei eine externe Hilfe nötig. Auch dafür müsse Zeit eingeplant werden.

Der Verein will das Hansedenkmal der Stadt schenken. Finanziert werden soll es über Spenden. Rund 20 000 Euro wird voraussichtlich das Denkmal kosten. „Erste größere Spenden sind bereits eingetroffen“, informiert Bertram. Er sei zuversichtlich, dass der Verein die Summe für das Denkmal zusammen bekomme.

Von Norman Reuter

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