Handel: Nur gemeinsam macht es Sinn

Stefanie Pessel, Alina Harre und Heike Pessel aus Bergen/Dumme haben im Uelzener Sommer-Schluss-Verkauf gestöbert. Die gemeinsame Rabatt-Aktion der Uelzener Händler hat Leben in die gesamte Innenstadt gebracht, meinen die beteiligten Händler. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Der Sommer-Schluss-Verkauf vieler Uelzener Händler war voraussichtlich ein Auftakt für weitere gemeinsame Aktionen. Da sind sich Uelzener Einzelhändler einig. Am vergangenen Sonnabend war offiziell der letzte Tag des diesjährigen Sommer-Schluss-Verkaufs – Zeit für die Händler, Bilanz zu ziehen.

„Ich denke, es lohnt sich auf jeden Fall, ähnliche Aktionen noch einmal zu versuchen“, sagt Stefan Stümpel, Vorsitzender des Vereins Innenstadt Uelzen. „Der Sommer-Schluss-Verkauf zeigt, dass es funktioniert hat.“ Nur gemeinsam mache diese Aktion einen Sinn, betont der Geschäftsführer von „Kunst & Kreativ“. Für seinen Bastelladen sei die zweite Woche noch besser gelaufen als die erste.

Neben Bekleidungsgeschäften haben sich diesmal also auch viele andere Branchen beteiligt. Das Besondere in diesem Jahr war, dass Juweliere, Eletronikmärkte und Möbelhäuser ebenso die zwei Wochen nutzten, um für preisgünstige Angebote zu werben, auch außerhalb der Innenstadt.

Euronics XXL hat beispielsweise „aus Solidarität“ mitgemacht, erklärt Prokurist André Köllner. Allerdings habe der Elektronikmarkt keine Saisonware. Als Sommerthema waren Fotoapparate im Angebot, außerdem Navigationsgeräte und Notebooks. „Im nächsten Jahr machen wir bestimmt noch mal mit, wenn es so etwas wieder gibt“, sagt Köllner. Ob die gemeinsame Aktion ein Anlass war, dass noch mehr Kunden auf die Rabatte aufmerksam wurden, ließ Köllner offen.

Juwelier Friedrich Hennings ist überzeugt davon, dass die Verbindung zwischen den Händlern auch seinem Geschäft half. „Das hat sich sicherlich gut bemerkbar gemacht“, berichtet er. „Insgesamt können wir sagen, dass wir eine positive Resonanz hatten.“ Die beiden Wochen lagen um den Monatswechsel. Hennings hatte zuvor vermutet, dass Ende Juli das Geschäft schlechter laufen könnte als in der ersten Augustwoche, wenn die Kunden ihr neues Gehalt auf dem Konto haben. „Aber beide Wochen sind gleich gewesen. Es war Leben in der Stadt und in den Geschäften“, lautet sein Fazit.

Monika Hennig, Geschäftsführerin im Kaufhaus Ceka in Uelzen, ist zufrieden damit, wie der Sommer-Schluss-Verkauf in diesem Jahr organisiert war. „Es ist immer noch so, dass Wäsche besonders gut ging“, sagt sie. Denn wegen des Wetters war in ihrem wie auch in anderen Bekleidungsgeschäften in der Stadt nicht die Kleidung für die Hochsommertage der Verkaufsschlager. Aber von den Schnäppchen aus fanden die Kunden auch Interesse am regulären Sortiment. „Aber ich denke, man darf so etwas nicht zu oft machen, sonst verwässert das wieder“, meint sie. Einen gemeinsamen Schluss-Verkauf im Winter beispielsweise kann auch sie sich wieder vorstellen.

Von Diane Baatani

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