Halloween: Wie das Gruselfest zum Kult wurde

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Das Motto für Halloween lautet: Je gruseliger, desto besser. Verkleiden Sie sich zum Beispiel als Zombie.

Einmal im Jahr wird der Schleier zwischen den Welten der Lebenden und Toten dünner: Am 31. Oktober ist Halloween. Lesen Sie hier, wie das Gruselfest zum Trend wurde und warum sich die Deutschen so gerne als Zombie verkleiden.

Kostümiert als Untoter, Vampir oder Frankenstein, ziehen die Menschen an Halloween los, um anderen das Fürchten zu lehren. Dabei handelt es sich nicht, wie viele glauben, um einen amerikanischen Brauch. Das Fest hat seine Ursprünge in Irland. Die Kelten feierten am 31. Oktober das Ende des Sommers mit dem Samhain-Fest. Sie glaubten, dass in dieser Nacht die Toten die Lebenden aufsuchen, um deren Körper in Besitz zu nehmen. Damit die Menschen unerkannt blieben, zogen Sie selbst Zombie-Kostüme an und spukten durch die Nacht. Im 19. Jahrhundert brachten irische Auswanderer das Fest nach Amerika.

So kam Halloween nach Deutschland

In Deutschland wird Halloween erst seit dem Jahr 1991 gefeiert. Damals fielen wegen des Golfkriegs die Karnevalsumzüge aus. Das bescherte Kostümherstellern und -verkäufern Einbußen. Um nicht auf Ihrer Ware sitzen zu bleiben, suchten sie nach Ersatz. Durch geschickte Medienarbeit machten sie Halloween populär – mit nachhaltigem Erfolg:

Fachleute schätzen den Umsatz mit Halloween-Artikeln inzwischen auf über 150 Millionen Euro pro Jahr. Eine Studie der Universität Dortmund fand sogar heraus, dass Halloween in Deutschland oftmals authentischer gefeiert wird als in den USA. So geben sich die Deutschen zum Beispiel mehr Mühe bei Kostümierung. Sie wollen Monster und Zombies möglichst realistisch darstellen. Amerikanern geht es dagegen mehr um Verkleidung an sich, als um die Inszenierung von Horrorszenen.

Halloween mitten im Jahr: Zombie-Walks

Die US-Serie „The Walking Dead“ hat in Deutschland einen Trend gesetzt, der sogar über Halloween hinausgeht: Lebende Untote sind angesagt.

Um die Serie zu promoten, hat der US-Fernsehsender Fox im Jahr 2001 den ersten Zombie-Walk in Sacramento veranstaltet. Er schickte eine Horde als Monster verkleidete Menschen in die Innenstadt und erregte Aufsehen. Der Zombie-Walk wurde zum Kult. Mittlerweile finden die Grusel-Aufmärsche weltweit statt. Auch in Deutschland nehmen viele begeisterte Anhänger an den Horror-Umzügen teil.

Wie populär die Märsche hierzulande sind, zeigen Impressionen vom Zombie-Walk in München: Mehr als 1000 Gruselgestalten stiegen am letzten September-Wochenende aus ihren Gruften. Das Motto: Je schauriger, desto besser. Zerrissene Kleidung, stilechtes Make-up und jede Menge Kunstblut ließen gewöhnliche Menschen zu Monstern werden.

Werden Sie selbst zum Zombie

Zombie-Kostüme liegen dieses Jahr auch an Halloween voll im Trend. Mit wenigen Handgriffen verwandeln auch Sie sich in einen Untoten:

  • Offene Wunden und Verbrennungen lassen sich am besten mit Kleber für falsche Wimpern modellieren. Dazu streichen Sie die Paste auf die Haut und warten bis sie angetrocknet ist. Anschließend reißen sie die Schicht mit einer Gabel auf. Noch realistischer wirkt die Wunde, wenn Sie unter die Masse noch zerbröselte Cornflakes mischen.
  • Überschminken Sie die Verletzungen mit Karnevalsschminke in den Farben verrottenden Fleisches: Rot, Braun und Gelb.
  • Zum Schluss tröpfeln Sie noch künstliches Blut in die Wunden. Kunstblut stellen Sie selber einfach aus Trauben- oder Erdbeersaft her. Damit die Flüssigkeit nicht so transparent wirkt, mischen Sie noch etwas Kakaopulver hinein.

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