Gymnasien auf dem Land?

JörgHillmer

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Mit der geplanten Gründung von Oberschulen sieht der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Jörg Hillmer gute Chancen für den Erhalt der ländlichen Schulstandorte im Landkreis Uelzen.

In Ebstorf und Bad Bodenteich kann sich Hillmer eine dreizügige Oberschule mit einem Gymnasialzweig vorstellen. Dort könnte dann „bis zur 10. Klasse das komplette Programm abgebildet werden“. In Suderburg und Rosche, wo die Haupt- und Realschulen aufgrund zurückgehender Schülerzahlen bereits organisatorisch zusammengelegt sind, rechnet der Christdemokrat damit, dass beide Standorte als zweizügige Oberschule dauerhaft erhalten werden können. In der Stadt Uelzen hält Hillmer ebenfalls eine Oberschule für möglich. Die beiden Gymnasien in der Kreisstadt und die Kooperative Gesamtschule (KGS) in Bad Bevensen seien mit dem neuen Schulmodell weiterhin gesichert, bekräftigte er.

„Die CDU ist einen weiten Weg gegangen“, fasste Hillmer am Mittwochabend vor dem Hauptausschuss der Kreis-CDU die schulpolitische Debatte in seiner Landespartei zusammen. „Wir mussten erkennen, dass die Dreigliedrigkeit unseres Schulsystems mit zumutbaren Entfernungen nicht mehr zu erhalten ist“, erklärte er. Die CDU biete mit ihrem Vorstoß für eine Oberschule Möglichkeiten für eine integrative Beschulung und habe „viel von der KGS“ einfließen lassen.

Der CDU-Kreisvorsitzende sieht jetzt den Landkreis und die Stadt Uelzen als Schulträger gefragt: „Die neuen Möglichkeiten decken ein breites Spektrum ab, das ganz nach den jeweiligen Vorstellungen entwickelt werden kann.“ Jetzt bestehe „ausreichend Zeit aus dem Baukasten die passenden Modelle“ zu erstellen. Es könne „sanfte Übergänge“ geben.

Die Oberschule werde mehr Geld kosten, erklärte Hillmer, „aber nicht zu Lasten der Gymnasien“, schränkte er ein. Vielmehr kündigte der Landtagsabgeordnete an: „Wir werden als Land mehr Geld zur Verfügung stellen.“

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