Ortsumgehung Kirchweyhe – Kreisverband spricht von „unwahren“ Aussagen

Grüne Kritik an Chlechowitz

Dokument einer kontroversen Auseinandersetzung: Mit Mahnschildern wurde auf die Notwendigkeit der Ortsumgehung verwiesen.

Uelzen. Auch wenn der Startschuss zum Bau der Ortsumgehung Kirchweyhe bereits gefallen ist, sorgt das Millionenprojekt im Landkreis Uelzen weiterhin für politischen Zündstoff.

Jetzt spricht der Kreisverband der Grünen von „unwahren“ Behauptungen, die Hans-Jürgen Chlechowitz, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) Ortsumgehung Kirchweyhe, im AZ-Interview vom 14. Mai aufgestellt habe.

Zur Erinnerung: Chlechowitz hatte im Interview seiner Enttäuschung über das Verhalten der Grünen Ausdruck verliehen. „Sie haben sich nie zu unserem Vorhaben positioniert“, so der BI-Sprecher wörtlich.

Emotionales Thema: Der Kampf um die Ortsumgehung Kirchweyhe hatte die Bürger über lange Jahre stark berührt.

In einer Pressemitteilung weisen die Grünen nun darauf hin, dass sich Ariane Schmäschke und Raimund Nowak in ihren Funktionen als grüne Ratsmitglieder bereits vor 14 Jahren mit der BI getroffen und deren Anliegen auf allen politischen Ebenen unterstützt hätten. „Die Ortsumgehung Kirchweyhe wurde auch im Programm der Grünen zur Kommunalwahl im vergangenen Jahr explizit erwähnt“, heißt es weiter. Und: „Im Landratswahlprogramm von Raimund Nowak war die Forderung nach einer Ortsumgehung ebenfalls verankert.“ Nicht zu vergessen: „Im Anschluss an die Kommunalwahl haben CDU, Grüne und UWG (Unabhängige Wählergemeinschaft) in ihrem Koalitionsvertrag auf Uelzener Stadtratsebene die Forderung nach einer Umgehung aufgenommen.“

Im übrigen macht der Kreisverband der Ökopartei klar, dass sich nur die Grünen konsequent gegen die Planungen der A 39 ausgesprochen hätten. Diese Position sei immer mit der Forderung nach einem sinnvollen Ausbau der B 4 verbunden gewesen. Konsequenz für den Grünen-Landtagskandidaten Heiner Scholing: „Auch andere Orte entlang der B 4 sollten nicht auf den Ausbau der A 39 setzen, sondern sich den Erfolg der BI in Kirchweyhe zum Vorbild nehmen. Selbst die Planungsbehörde für Straßenbau geht nicht davon aus, dass der Verkehr auf der B 4 durch den Bau der A 39 in einem erheblichen Umfang abnehmen wird.“

Von Andreas Becker

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