Wo und Warum Bäume an Kreisstraßen gefällt werden, soll öffentlich werden

Grüne fordern Fäll-Liste

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Wenn an Kreisstraßen Bäume gefällt werden, sollen die Gründe künftig klar und transparent sein, fordert die Grüne/Bündnis Zukunft-Fraktion im Kreistag.

kah Landkreis Uelzen. Mehr Transparenz über das Fällen von Bäumen im Kreisgebiet fordern die Grünen/Bündnis Zukunft im Kreistag Uelzen. Die Fraktion hat einen Antrag ausgearbeitet, den sie dem Kreistag zum Beschluss vorlegen wird.

Abgeordnete der Grünen bemerken, so eine Ankündigung von Claudia Roy, Sprecherin der Gruppe, dass sich die Bevölkerung für das Fällen von Bäumen an Kreisstraßen interessiere und oft nicht genau wisse, warum manche Bäume gefällt werden würden, während an anderen Stellen neue Bäume gepflanzt würden. „Es wird beklagt, dass Fällmaßnahmen überraschend, in ihren Gründen nicht immer transparent, durchgeführt werden“, so Roy. „Nachpflanzungen dagegen sind nicht ersichtlich, so dass auf lange Sicht eine schleichende Verringerung vorhandener Baumreihen und Straßenalleen die Folge wären“, so heißt es.

Konkret geht es der Grünen-Fraktion um folgende Kreisstraßen: K3 zwischen Oetzen und Dörmte, K4 Weste Bahnhof nach Himbergen, K5 Gavendorf-Wellendorf, sowie Emern-Groß Pretzier, K6 Ostedt-Suhlendorf, K9 Bahnsen-Dreilingen sowie die Apfelbaumreihe Bahnsen-Suderburg, die K16 Göddenstedt-Dallahn und Rosche-Teyendorf, K 17 Hanstedt II-Lehmke und die K 24 Suderburg-Hösseringen. Über Fällungen an diesen Straßen erhielten Mitglieder von Grüne/Bündnis Zukunft von Bürgern Anfragen.

Die Verwaltung wird gebeten, so der Antrag, „die jeweils aktuellen Baumfälllisten mit grundsätzlichen Erläuterungen zur Notwendigkeit dieser Baumfällungen, sowie Baumpflanzungslisten für geplante Nachpflanzungen zu erstellen“.

Bei den genannten Straßenbepflanzungen handele es sich laut den Grünen um Alleen und Baumreihen mit „alten landschaftsprägenden Bäumen“. Roy meint, dass Alleen und Wallhecken ein „wertvoller Bestandteil der niedersächsischen Kulturlandschaft“ seien. Sie würden „das örtliche Kleinklima mit schattiger Kühle“ regulieren, Staub und Abgase binden, dem Erosionsschutz diensen und Lebensraum für Vögel und Insekten bieten.

„Ich denke, es herrscht allgemeiner Konsens, dass die Bäume geschützt werden sollten, und die Politik hat ein gerüttelt Maß an Verantwortung, den Alleen und alten Baumreihen die ihnen gebührende Wertschätzung zukommen zu lassen“, meint Roy.

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