Lüneburger Kamera-Team produziert einen Kurzfilm im Theater an der Ilmenau

„Großartige Location“

Uelzen als Drehort wird zur Marionetten-Bühne: Ein Kamera-Team aus Lüneburg produziert einen Kurzfilm, der auch auf verschiedenen Film-Festivals laufen soll. Foto: Jansen

aja Uelzen. Die geschäftige Atmosphäre von Hollywoods Filmkulissen hat für drei Tage das Uelzener Theater an der Ilmenau ergriffen. „Ton ab, Kamera ab“, laut und vernehmlich schallt die Stimme der Jungregisseurin Franziska Pohlmann durch das Uelzener Theater an der Ilmenau.

Es wurde von Pohlmanns Team „als großartige Location“ für ihren Kurzfilm ausgewählt.

Die zentrale Szene in ihrem Debütfilm „Die Stimme der Freiheit“ zeigt das Spiel auf einer Marionetten-Bühne, für die sich die riesige Bühne in Uelzen mit ihrer hervorragenden Ausstattung bestens eigne, so die Macher. „Ruhe bitte, wir drehen – Ton ab – Kamera ab – 21, die erste Klappe und Set und Bitte!“ Die Kommandos sitzen. Die Darsteller auf der Bühne geben alles. Jede Bewegung sitzt. „Die Szene ist im Kasten.“

Mit ihrem 20-minütigen Kurzfilm über den Mut zu singen, will die 25-jährige Regisseurin bei verschiedenen Festivals teilnehmen. Das von ihr selbst abgefasste Drehbuch thematisiert unerfüllte Wünsche und Erwartungen von Eltern und Kindern. Sophie möchte gerne singen, während ihr Vater erwartet, dass sie sich auf die Übernahme seiner Schokoladenfabrik vorbereitet.

Neben dem Jenisch-Haus in Hamburg, dem Schloss Richmond in Braunschweig, der Lüneburger Altstadt für Außenaufnahmen fügt sich das Uelzener Theater an der Ilmenau in die wenigen interessanten „Locations“ für den Dreh perfekt ein. Dort werden auf der Bühne die Menschen in der Umgebung von Sophie zu Marionetten, als sich Traum und Wirklichkeit in dem modernen Märchen vermischen.

„Eckhard, kommst du mal bitte!“ Das Kamera-Team Lukas Ellerbrook und David Schlange bemerkt, dass die Lüftungsanlage noch zu laut ist. Der technische Leiter des Theaters, Fritz Eckhard Müller, ist flink zur Stelle und unterstützt die junge Crew, wo er kann. „Das war ein Grund für die Auswahl des Drehortes“, erzählt die Jungregisseurin, die den versierten Theatermann von einem früheren Auftritt als hilfsbereiten Kollegen zu schätzen weiß. „Ich kenne Franziska Pohlmann schon aus den Anfängen ihrer Studienzeit“, berichtet Müller, der auch für die Unterbringung des rund 20-Köpfigen Filmteams in der Uelzener Jugendherberge gesorgt hatte.

Franziska Pohlmann promoviert seit Ende ihres Studiums in den Angewandten Kulturwissenschaften in Lüneburg und entwickelt und inszeniert seit 2003 Theaterproduktionen. Ihre fünf Musiktheaterstücke wurden auf Kampnagel, in der Vamos-Kulturhalle und im Theater Lüneburg aufgeführt. Mit dem Kurzfilm bewirbt sich die Regisseurin für Festivals.

Kommentare