„15 Prozent der Kindergarten-Kinder erkrankt“

Amtsarzt: Grippe hat Uelzen erwischt

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Rund 150 Kindergarten-Kinder in Uelzen bleiben zur Zeit krank zu Hause. Rund ein Viertel von ihnen hat die Grippe erwischt. Uelzens Amtsarzt empfiehlt Impfungen.

Uelzen. Die Grippewelle hat Uelzen voll erwischt. Das sagt Dr. Gerhard Wermes, leitender Amtsarzt des Zweckverbands Gesundheitsamt Uelzen/Lüchow-Dannenberg.

„15 Prozent der Kindergarten-Kinder fehlen in diesen Tagen in den Einrichtungen“, weiß der Mediziner und allein in Uelzen sind knapp über 1000 Kindergarten- und Krippenplätze.

Erst erwischt es die Kleinen, dann die Erwachsenen, berichtet Wermes. Wie zur vorauseilenden Bestätigung, teilte Thorsten Riggert, Vorsitzender des Bauernverbandes Nordostniedersachsen bei der Eröffnung an Kreisversammlung Dienstagmorgen in Uelzen mit, dass ihn noch kurzfristig etliche Abmeldungen von Mitgliedern auf Grund von Krankheit erreicht hätten.

Dr. Gerhard Wermes

Wie Wermes mitteilt, hätten ein Viertel von den erkrankten Kindern eine richtige Grippe. „Damit ist nicht zu spaßen“. Atemwegserkrankungen, Fieber, und Gliederschmerzen seien die typischen Symptome. Dass es fast 25 Prozent der Kinder erwischt habe, liege an einer fehlenden Grippeschutzimpfung, sagt der Mediziner. Auch wenn die Grippesaison gerade in vollem Gange sei, rät Wermes trotzdem zur Impfung. Gerade Kinder, ältere oder chronisch kranke Menschen sollten sich eine Impfung geben lassen. „Die Grippewelle wird noch ein paar Wochen andauern.“ Die Viren verteilten sich mit den Reisenden über den Planeten weiß Wermes. Der aktuelle stamme aus Australien/Neuseeland. Dort war vor einem halben Jahr Winter. Der entsprechende Impfstoff (H1N1) sei ausreichend vorhanden.

Von Jens Schopp

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