37 Prozent der erkrankten Kindergarten-Kinder im Landkreis leiden an Influenza

Grippe breitet sich in Uelzen weiter aus

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Immer mehr Personen im Landkreis Uelzen erkranken am Influenza-Virus. Ärzte raten weiterhin zur Grippeschutz-Impfung.

Uelzen. Die Zahl der Grippe-Erkrankungen im Landkreis Uelzen ist weiter angestiegen.

Nach Angaben des Gesundheitsamtes Uelzen/Lüchow-Dannenberg wurde bei 37 Prozent der derzeit erkrankten Kindergarten-Kinder der Influenza-Virus festgestellt, berichtet die stellvertretende Amtsärztin Dr. Claudia Schulze. Vor etwa zwei Wochen waren es noch 20 Prozent. Sie geht davon aus, dass die Zahl der Erkrankungen noch weiter ansteigt.

Die Lage in den Uelzener Arztpraxen ist „katastrophal“, sagt Holger Schmidt, Sprecher der niedergelassenen Ärzte im Landkreis Uelzen. Bald jeder zweite Patient im Wartezimmer leide an Grippe oder einem grippalen Infekt, schätzt er die Situation in seiner Praxis ein. Normalerweise sei die Virus-Infektion mit Bettruhe zu behandeln. Lediglich Einzelfälle hätten ans Krankenhaus überwiesen werden müssen. Dabei handelt es sich um Menschen, die zusätzlich an anderen Krankheiten leiden und bei denen es somit zu Komplikationen kommen könnte. Das bestätigt auch das Helios Klinikum Uelzen. Stationär werden dort „einzelne Patienten behandelt, die mit einem unklaren Infekt aufgenommen wurden“, sagt Pressesprecher Thorsten Eckert.

In den Wartezimmern der Arztpraxen sitzen diejenigen, die nicht gegen die Influenza geimpft wurden, aber auch Geimpfte, erklärt Schmidt. Denn wie vom Robert-Koch-Institut bekannt gegeben, hat sich der Erreger der Influenza weiterentwickelt, und somit wirkt der Grippeimpfstoff nicht vollständig. Daher können sich auch noch die Menschen infizieren, die geimpft worden waren. „In einigen Fällen gibt es trotzdem einen grippalen Infekt, aber in abgeschwächter Form“, so die Erfahrung von Schmidt. Zu einer Impfung würde er daher auch jetzt noch raten, damit im Fall einer Ansteckung der Krankheitsverlauf weniger schwer ausfällt. „Was haben wir denn sonst für eine Chance“, sagt er.

Außerdem gilt: „Ab 60 Jahren sollte man sich impfen lassen.“ Zudem rät er jüngeren Leuten dazu, die viele Kontakte im Gesundheitswesen haben oder zum Beispiel in der Altenpflege arbeiten, sowie Risikopatienten. Von einem Engpass beim Impfstoff ist noch nichts zu merken, so Schmidt.

Von Diane Baatani

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