Anlieger der Uelzener Norkstraße sind besorgt um ihre Katzen

Glasscherben gegen Samtpfoten

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Uelzen. Als ihr Kater eines Tages mit blutigen Pfoten nach Hause kam, wurde eine Anwohnerin der Norkstraße in Uelzen stutzig.

Seitdem sie nun weiß, woher die Wunden ihres Stubentigers herrühren, ist nicht nur sie in heller Aufregung, sondern auch weitere Katzenhalter in diesem Gebiet sind in Sorge um ihre kleinen Lieblinge. In der Gegend haben nämlich offensichtliche Katzenhasser eine perfide Falle ausgelegt: Glasscherben wurden von außen auf Fensterbänken platziert, um wohl freilaufenden Samtpfoten den Garaus zu machen und sie zumindest von diesen Sitzplätzen zu vertreiben.

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„Es gibt noch mehr Katzen in unserer Nachbarschaft“, sorgt sich die Tierhalterin, deren Kater bereits verletzt wurde, um das Wohl der anderen Stubentiger rund um die Norkstraße. An Ordnungsamt, Veterinär, Tierschutz und Polizei habe sie sich bereits gewandt, „aber keiner konnte etwas tun, rein rechtlich“, sagt sie. Alle seien zwar „wirklich freundlich und erschüttert“ gewesen und hätten ihr versichert, einen solchen Fall noch nicht erlebt zu haben. Dennoch: „Auf alle Fälle kann jeder auf seinem Grundstück machen, was er will.“ Weiter denken mag die Anliegerin der Norkstraße lieber nicht: „Wenn ich mir vorstelle, dass kleinere Kinder aus der Nachbarschaft mal aufs Grundstück laufen – warum auch immer – will ich mir gar nicht erst ausmalen, was dann passieren kann...“

Die Frau warnt also alle Katzenbesitzer, in diesen Tagen ihre Tiere im Bereich der Norkstraße vor die Tür zu lassen.

Von Ines Bräutigam

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