Kreis vertagt Beschlüsse

Glasfasernetz: Förderrichtlinien des Bundes werden abgewartet

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Glasfaserstränge sollen bis zu den Häusern in den unterversorgten Gebieten des Landkreises reichen.

nre Uelzen. Der Beschluss der Bundesregierung war für diese Woche angekündigt. Doch an den Vergaberichtlinien für rund 2,4 Milliarden Euro, die als Fördergeld für Projekte gedacht sind, die sich um den Aufbau des Breitbandnetzes in Deutschland drehen, wird noch gearbeitet.

Das hat auch Auswirkungen auf den Landkreis Uelzen, in dem – wie berichtet – ein Glasfasernetz aufgebaut werden soll. Einwohner in bislang unterversorgten Gebieten sollen sich dann ohne Wartezeiten im Internet bewegen können – bis 13,5 Millionen Euro könnte das Vorhaben den Landkreis kosten, der auf eine Förderung des Bundes hofft. Der Kreis wolle keine Entscheidungen treffen, die sich später als förderschädlich erweisen, sagt Landrat Dr. Heiko Blume gegenüber der AZ und bestätigt, dass eigentlich für Oktober geplante Beschlüsse der Kreispolitik zum Aufbau des Glasfasernetzes verschoben werden.

Mit den Gemeinden im Kreis sind Vereinbarungen zu treffen. Und mit dem Unternehmen LüneCom aus Lüneburg, das nach dem Aufbau des Glasfasernetzes die Nutzer mit hohen Breitbandgeschwindigkeiten versorgen wird, ist der Pachtvertrag zu schließen. Blume betont: An dem Vorhaben ändere sich mit den Verzögerungen nichts, es werde immer noch mit einem Baubeginn im kommenden Jahr gerechnet. „Die Arbeiten am Vorhaben laufen weiter“, so Blume. Unter anderem stünde noch die Feinplanung zum Glasfasernetz aus. Bis zu 16 500 Wohneinheiten im Kreis wären anzuschließen, wenn jeder bisher unterversorgte Kreisbewohner das Glasfasernetz nutzen will, dessen Stränge bis zu den Häusern reichen sollen.

Von Norman Reuter

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