Verkehrsunfall bei Hankensbüttel: Verursacher stammt aus Gemeinde Lüder / „Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“

Gifhorner Polizei ermittelt gegen 37-Jährigen

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Die Rettungskräfte kämpfen verzweifelt ums Überleben der Radfahrerin, doch sie starb im Krankenhaus in Braunschweig.

no Hankensbüttel. Die Ermittlungen laufen und alles deutet darauf hin, dass der Verdächtige aus dem Uelzener Südkreis stammt: Am vergangenen Sonnabend wurde bei einem Verkehrsunfall bei Hankensbüttel im Landkreis Gifhorn eine 27-jährige Radfahrerin angefahren.

Die Frau verstarb später in einem Braunschweiger Krankenhaus (AZ berichtete). Der Fahrer des Unfallwagens setzte seine Fahrt fort, ohne sich um die Radfahrerin zu kümmern. Die bisherigen Erkenntnisse der Polizei in Gifhorn, die sich mit dem Fall beschäftigt: Es handelt sich um einen 37-Jährigen, der aus der Gemeinde Lüder stammen soll. „Wir ermitteln zurzeit noch“, sagt Lothar Michels, Polizeipressesprecher in Gifhorn. Auch die Fragen nach dem Warum und Wieso seien noch nicht geklärt. Keine Erkenntnisse haben die Beamten darüber, ob Alkohol im Spiel war.

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„Unfallflucht ist kein Kavaliersdelikt“, betont Polizeipressesprecherin Nicole Winterbur und bezieht sich dabei auch auf kleine Blechschäden. Ein erheblicher Anteil der begangenen Unfallfluchten passiert beim Rangieren, Ein- und Ausparken auf Parkplätzen und in engen Straßen durch Streifen oder Berühren beim Vorbeifahren. Diese Unfälle ereignen sich oft aus geringer Geschwindigkeit. Die Schäden werden irrtümlich als gering angesehen. Jedoch selbst kleine Kratzer können bei Lackierungsbedarf Kosten von mehreren hundert Euro verursachen. Oft sind weder Zeugen noch ausreichende Spuren, die zur Ermittlung des Verursacherfahrzeugs führen könnten, bekannt, sodass der Geschädigte auf den Kosten sitzen bleibt. „Wenn Personen zu Schaden kommen, dann ist der Verursacher verpflichtet, sich zu erkennen zu geben, erste Hilfe zu leisten und die Unfallstelle zu sichern“, betont Winterbur. Unterlassene Hilfeleistung, Unfallflucht und eventuell eine fahrlässige Tötung können beim aktuellen Fall in Frage kommen. Allein für die Unfallflucht ist ein Strafmaß von bis zu drei Jahren möglich.

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