Mitarbeiter erhalten 2,5 Prozent mehr Lohn

Gewerkschaft ist „zufrieden“: Tarifabschluss bei SVO

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Die Tarifauseinandersetzungen fanden am vergangenen Mittwoch ihren Höhepunkt. SVO-Mitarbeiter, darunter auch 40 der Uelzener Niederlassungen, legten für einen Warnstreik ihre Arbeit nieder.

Uelzen. Der Tarifstreit ist beigelegt: Der Energieversorger SVO – Lieferant für Gas und Strom sowie zuständig für das Trinkwassernetz im Landkreis – hat sich mit den Beschäftigten des Unternehmens geeinigt.

Der Lohn steigt, so informiert die Gewerkschaft Verdi auf AZ-Anfrage, um 2,5 Prozent rückwirkend zum 1. Mai. Alle Auszubildenden werden übernommen und mindestens acht Schulabgänger sollen pro Jahr bei der SVO ausgebildet werden. Zusätzlich wurde eine Auszahlung von einmalig 156 Euro als Erholungsbeihilfe vereinbart. Der Betrag ist für Maßnahmen vorgesehen, die der Gesundheit der Arbeitnehmer dienen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Das Verhandlungsergebnis lehnt sich im wesentlichen Punkt der Lohnsteigerung an den Tarifabschluss beim Energiekonzern Eon-Avacon an. Wie berichtet, ist Eon-Avacon einer der Gesellschafter der SVO. Das dortige Ergebnis war für die SVO-Arbeitnehmervertretung die Richtschnur bei ihren Verhandlungen. Ursprünglich gefordert worden waren mindestens 5,5 Prozent, um auch eine Lohndiskrepanz zu Beschäftigten der Avacon abzubauen. Mit dem Ergebnis von nun 2,5 Prozent ist die eingebundene Gewerkschaft Verdi aber „zufrieden“, so die Gewerkschaftssekretärin Melina Wulf.

Eine Lösung bei den Tarifverhandlungen hatte sich unmittelbar nach einem Warnstreik von SVO-Beschäftigten am vergangenen Mittwoch angedeutet. Die Arbeitgeberseite unterbreitete ein nachgebessertes Angebot, über das gestern die bei Verdi organisierten SVO-Mitarbeiter bei zwei Versammlungen abstimmten. Melina Wulf: Die Votum für den Tarifabschluss sei einstimmig gewesen.

Die SVO wollte sich gegenüber der Presse vor Verhandlungsende nicht äußern. Gestern hieß es: „Wir sind zufrieden, dass wir die Tarifverhandlungen abschließen konnten und ein Ergebnis erzielt haben, das für beide Seiten tragbar ist.“ Die Tariferhöhung von 2,5 Prozent bei einer Dauer von 24 Monaten liege im branchenüblichen Bereich.

Von Norman Reuter

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