110 Tonnen auf Sattelschleppern / Kühlturm tritt Reise nach Dänemark an

Gewaltige Ladung

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Verkehrsschilder mussten weichen, die Straßen für den Verkehr gesperrt werden: Meter für Meter bahnten sich die Sattelschlepper ihren Weg zum Hafen. Um auf die B 4 zu gelangen, mussten sie sogar rückwärts die Auffahrt hinauffahren.

Uelzen. Um 22.05 Uhr setzte sich die Wagenkolonne in Bewegung: Ein zerlegter Kühlturm wurde gestern Abend mit 32,5 Meter langen Sattelschleppern vom Nordzuckerwerk zum Uelzener Hafen gefahren.

Zehn Polizeibeamte sowie Mitarbeiter des beauftragten Transportunternehmens sperrten immer wieder Straßen und gaben über Funk Anweisungen an die Fahrer der Trucks, damit diese unbeschadet um die Kurven rangieren konnten. Die Herausforderung: Mit den Kühlturmteilen auf dem Buckel erreichten die Lkw eine Höhe von etwa 5,70 Meter. Damit konnten sie eine Brücke nicht passieren, sodass die Schlepper, um auf die B 4 zu gelangen, rückwärts die Auffahrt zur Schnellstraße hinaufrollen mussten – eine Millimeterarbeit. Der Transport zum Elbe-Seitenkanal war die erste Etappe der Reise des Kühlturms, wie Jens Hovmand vom dänischen Ingenieurunternehmen „Steel“ gestern im Gespräch mit der AZ erläuterte.

Sein Unternehmen ist damit beauftragt, die Elemente ins Nachbarland Dänemark zu bringen. Der riesige Bottich werde im Nordzuckerwerk in Naskov eingebaut, so Jens Hovmand. Dort soll in ihm Maische heruntergekühlt werden, bevor aus dieser in Turbinen der Zucker herausgeschlagen wird. Für die frühen Morgenstunden, gegen 4 Uhr, war vorgesehen, die schwere Ladung von den Sattelschleppern auf ein Transportschiff zu hieven, damit der Kühlturm seine weitere Reise antreten kann. Das Schiff muss wegen des erwarteten Hochwassers möglichst schnell den Hamburger Hafen erreichen, so Jens Hovmand.

Von Norman Reuter

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