Von Woche zu Woche

Ein geteilter Weihnachtszauber

Wer am Stadtrand parkt und in die Uelzener Innenstadt schlendert, ist dieser Tage mehr als angetan. Die Straßen sind weihnachtlich geschmückt, Tannenbäume und eine festliche Beleuchtung weisen den Weg.

Das allabendliche Offene Singen in der St.- Marien-Kirche. Und hunderte Menschen treffen sich anschließend am Alten Rathaus bei der Öffnung des nächsten Adventskalender-Fensters, zuvor trifft man sich mit Freunden oder Arbeitskollegen auf ein wärmendes Getränk an den umliegenden Buden.

Und dann ist da natürlich noch die Eisbahn auf dem Herzogenplatz, um die viele Städte Uelzen beneiden. Keine Frage, der Uelzener Weihnachtszauber 2014 bietet viele Reize. Und dennoch muss die Diskussion gestattet sein, was man besser machen kann, um dieses schöne adventliche Flair abzurunden.

Denn auch solche Stimmen hört man dieser Tage: Der Markt sei nicht in sich geschlossen, er sei gewissermaßen zerrissen. Ein paar Buden rund um das alte Rathaus, dann vereinzelt Stände entlang der Veerßer Straße und schließlich die Eisbahn als echter Magnet vor dem neuen Rathaus.

An zwei Tagen in der Woche bietet sich dagegen ein ganz anderes Bild: Mittwochs und sonnabends bildet der Wochenmarkt gewissermaßen eine Brücke zwischen Herzogenplatz und Altem Rathaus. Und das wirft zwangsläufig die Frage auf, ob diese Verbindung nicht auch an anderen Tagen geschaffen werden kann.

Ansätze gab es schon, etwa als alle paar Meter Märchenbuden standen, gerne erinnert man sich auch noch an das Tierdorf. Doch ein durchgehender Weihnachtsmarkt von altem bis zu neuem Rathaus scheint ein kaum möglicher Kraftakt zu sein. Ganz abgesehen von der Frage, woher man die ganzen Budenbetreiber bekommen soll, wäre ein Aufschrei in der Geschäftswelt zu erwarten. Zu wenig Parkplätze, zu wenig Platz auf den Fußwegen. Nein, das bleibt wohl Wunschdenken.

Bleibt eine Nummer kleiner: Akzeptieren, dass es eben zwei Schwerpunkte gibt beim Uelzener Weihnachtszauber. Eine in sich geschlossene Budenstadt rund um das alte Rathaus und eben die Eisbahn. Die aktuelle Zersplitterung müsste vermieden, vereinzelt hingestellte Buden ins „Städtchen“ integriert werden. Mit anderen Worten: Eine Spur konsequenter sein. Und offen Vorschläge für Veränderungen prüfen.

Von Thomas Mitzlaff

Rubriklistenbild: © Koller

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