Das Gesicht der Region geprägt

Von bleibendem Wert: Die Geschäftsführer Holger Horn (rechts) und Per-Carsten Meyer überreichten Bürgermeister Otto Lukat die Schenkungsurkunde für das Bürgerforum.

Uelzen - Von Marc Rath. „Man wird nur einmal 150 Jahre alt – und das möchten wir mit einem rauschenden Fest feiern“ – die beiden Geschäftsführer Per-Carsten Meyer und Holger Horn hatten daher am Freitagabend die gesamte Belegschaft des Bauunternehmens Willi Meyer samt Partner in die Jabelmann-Halle eingeladen.

An diesem Feier-Tag mit 300 Gästen blickte Meyer mit Stolz zurück und auch nach vorn. Mit unzähligen Bauwerken hat Willi Meyer der Infrastruktur und Stadtentwicklung ein Gesicht gegeben. In der Heide – und weit über sie hinaus. Die 200-köpfige Belegschaft ist auf Baustellen im gesamten Norden und Osten Deutschlands und derzeit auch in Litauen zu finden. Die inzwischen von der fünften Generation geführte Firma zählt zu den ältesten Bauunternehmen Norddeutschlands.

Ehrlichkeit gegenüber dem Kunden, Vertrauen in die Mitarbeiter und ein hoher persönlicher Einsatz gehören zur Tradition des Unternehmens, betonte Per-Carsten Meyer und dankte insbesondere seinem Vater Werner Meyer, der mehr als 35 Jahre an der Firmenspitze dazu beigetragen habe, dass Willi Meyer „ein überregional anerkannter Baubetrieb geworden ist“.

Dem Senior, der seit zwei Jahren als Vorsitzender des Beirates wirkt, oblag es, mit zahlreichen Anekdoten die 150-jährige Geschichte des zunächst als Maurerbetrieb in Batensen gegründeten Unternehmens Revue passieren zu lassen. Besonders würdigte er die unternehmerische Leistung seines Großvaters Karl Adolf, dem es gelang, das Bauunternehmen durch zwei Weltkriege und die Inflationszeit zu bringen. „Jedes Werk ein Meisterwerk“, erinnerte Meyer auch an den Leitspruch seines Vaters. Jede Generation habe ihre Probleme gelöst und sich dem Markt angepasst. Das sei auch der Garant für weiteres Wachstum. „Sie können mit Stolz auf Ihre Leistungen zurückblicken. Mit Ihren Bauwerken haben Sie das Gesicht dieser Region geprägt“, rief er der Belegschaft zu.

Landrat Theodor Elster wirkte fast ein wenig neidisch: „Was Sie schaffen, kann man sehen.“ Seinen Satz „In Ihrer Firma werden Brücken gebaut“ meinte der Landrat durchaus vieldeutig – durch die zahlreichen Aufträge auch außerhalb der Region seien „Geld und Arbeit in den Landkreis gekommen“.

Zu seinem Jubiläum hat sich das Unternehmen ein Geschenk an die Stadt von bleibendem Wert überlegt. Es baut das von der Stadtpolitik ins Auge gefasste Bürgerforum am Herzogenplatz. Geschäftsführer Holger Horn überreichte Bürgermeister Otto Lukat eine Schenkungsurkunde im Wert von 15 000 Euro und äußerte die Hoffnung, dass „damit die Diskussionskultur in der Stadt und auch die politischen Diskussionen gefördert und belebt werden“. Das Stadtoberhaupt bedankte sich nicht nur, sondern lud direkt zur ersten Debatte unmittelbar nach der Fertigstellung ein.

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