Kirchweyher und Gäste treffen sich beim Weinfest

Gesellig unter Eichen

Die Themen der Woche und des Lebens – vom Wetter über die Umgehungsstraße Kirchweyhe bis hin zu der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft – bewegten die Gäste beim Weinfest unter den Eichen. Fotos: Frels

Uelzen-Kirchweyhe. Pünktlich, kurz bevor das „Weinfest unter den Eichen“ in Kirchweyhe beginnen sollte, kündigte sich am Samstagabend mit Wetterleuchten und drohendem Gegrummel ein Gewitter an.

Doch die Männer von der Feuerwehr hatten einen guten Draht nach „oben“ – bis auf ein paar Tropfen blieben die Tische und Bänke unter der grünen Eichbaum-Kuppel trocken.

Seit 2004 veranstaltet der Förderverein der Feuerwehr Kirchweyhe dieses Weinfest, von Anfang an unterstützt vom Weingut Börker aus Reil an der Mosel. Der Erlös dieses geselligen Beisammenseins kommt, so Horst Müller, seit zwanzig Jahren Vorsitzender des Fördervereins, der Kinder-Feuerwehr des Uelzener Ortsteils zugute. Ein guter Zweck, der obendrein dem Miteinander von Jung und Alt, Neubürgern und Ur-Einwohnern nützt. Denn wo ist es besser möglich, sich bei Wein, Wasser, Laugenstangen und Käsewürfeln ungezwungen im Nachbarschafts-Gespräch zu finden, als bei solch einem Fest? Wenn dies dann noch ohne Regen in idyllischer Lage unter den Eichen stattfindet, ja, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Der Name der Veranstaltung „Weinfest unter den Eichen“ ließ den Erst-Besucher vermuten, dass er sich unter mehreren Weinen den für ihn passenden heraussuchen könne. So gab es lieblichen Küferschoppen, einen feinherben und einen trockenen Riesling. Dazu einen trockenen Rotwein, der auf den Namen „Palasia“ hörte. Ein lieblicher Weincocktail und Traubensaft rundeten das Angebot ab. Außerdem stand Mineralwasser auch auf dem Plan. Die Getränke lösten Hemmungen und führten zu sprudelnden Gesprächen mit herzhaftem Gelächter. Die Politik, die große, aber auch die kleine, war Thema, das Wetter, natürlich, „was haben wir nur für ein Glück, dass das Gewitter vorbeigezogen ist“, „unsere“ Fußballfrauen, die Umgehungsstraße, Verkehrswege ganz allgemein – es gab so vieles, was hier in heimeliger Umgebung erörtert und abschließend beurteilt werden musste.

Das zeitgleich stattfindende Stadtfest in Bad Bevensen und die unsichere Wetterlage mögen einige vom Besuch des Weinfestes abgehalten haben, doch Horst Müller war sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis – alle Bänke, die er so nach und nach aufstellte, fanden schnell ihre Be-Sitzer und zu vorgerückter Stunden mussten die, die sich vorher zu dritt eine Bank teilten, halt noch ein wenig zusammenrücken, um den Nachzüglern noch Platz bieten zu können.

Von Folkert Frels

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