Bilanz nach einem Monat

Geschwindigkeitsüberwachung in Oldenstadt: Raser fuhr Tempo 116

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900 Fälle von Geschwindigkeitsüberschreitungen haben die Überwachungsanlagen zwischen 6. und 29. April gemessen.

Uelzen. Die Blitzer in Oldenstadt waren nötig – diesen Eindruck vermitteln die ersten Zahlen, die der Landkreis auf AZ-Anfrage gestern mitteilte.

Sprecher Marcus Christ, wurden an den beiden Überwachungsanlagen an der B191 gut 900 Verkehrssünder „geblitzt“ – somit knapp 20 pro Tag in jeder Richtung. Der Schnellste fuhr stolze 116 Stundenkilometer – bei 50 erlaubten. Auf ihn warten gemäß Bußgeldkatalog ein Bußgeld in Höhe von 480 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate ohne Führerschein.

Stadtsprecherin Janine Thies teilte auf AZ-Anfrage mit, dass bereits zu beobachten sei, dass die durchschnittliche Geschwindigkeit am Ortseingang sinke. Der Standort der Blitzer scheine sich herumgesprochen zu haben. Hierdurch werde die Sicherheit erhöht und damit das Ziel der Maßnahme erreicht.

Die Stadt hatte die Überwachungsanlage in Betrieb genommen, um die Sicherheit zu erhöhen. Geld verdient sie im Unterschied zur Firma Vetro Verkehrselektronik damit nicht. Die Betreibergesellschaft aus Wismar erhält nach eigenen Angaben ein Nutzungsentgelt für die Geräte, die sie als Dienstleistung zur Verfügung stellt. Details zu Vertragsvereinbarung zwischen Stadt und Vetro wurden nicht genannt.

Nach Angaben von Vetro- Vertriebsleiter Thomas Fabricius wird sich die Zahl von 900 Fällen in knapp einem Monat erfahrungsgemäß spätestens nach einem halben Jahr deutlich reduzieren. „Das“, unterstützt Fabrizius das Sicherheitsbestreben der Stadt, sei aber „der gewünschte Effekt“.

Wann die zweite Funktion der Überwachungsanlage aktiviert wird, ist derzeit noch unklar. Aber sobald die Niedersächsische Landesbehörde die Ampeltechnik in Oldenstadt erneuert, wird durch Koppelung an die Überwachungsanlage auch das Überfahren der Ampel während der Rotphasen geahndet werden können.

Von Steffen Kahl

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