Sorge nach Geschichten über weißen Bulli

„Die Kinder dürfen nicht verängstigt werden“

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Symbolfoto

no Suhlendorf. Ein weißer Bulli fährt durch Suhlendorf und der Fahrer des Transporters spricht Kinder an – so lautete es am Dienstag. Um Eltern und Kinder zu warnen, verfasste Suhlendorf Grundschulleiter Rüdiger Erler einen Elternbrief, in dem er vor Bulli und Fahrer warnte.

Der Brief von Dienstag ist bereits bei facebook veröffentlicht worden, obwohl er so nie an die Eltern versandt worden ist. Am Mittwoch nämlich besuchte eine Polizeibeamtin die Mühlenschule. Nach mehrstündigen Gesprächen des Kriminalermittlungsdienstes stellte sich heraus, dass der Vorfall nicht stattgefunden haben kann. Den Bulli scheint es nicht zu geben. „Wir gehen immer solchen Hinweisen nach“, sagt Polizei-Pressesprecher Kai Richter. Immer wieder gäbe es solche Hinweise.

Und so verfasste Erler am Mittwoch einen neuen Elternbrief. Sein Inhalt: „Nach eingehenden Befragungen durch eine Kommissarin der Polizeidirektion Uelzen sind diese Informationen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als nicht korrekt einzustufen. Ähnliche Aussagen kommen immer mal wieder vor. Alle Untersuchungen haben zweifelsfrei ergeben, dass diese Vorwürfe völlig aus der Luft gegriffen sind.“

Trotzdem fordern Richter und Erler Eltern auf, mit ihren Kindern über das Verhalten gegenüber fremden Personen zu sprechen. Gleichzeitg bestehe allerdings kein Anlass für übertriebene Ängste. „Die Kinder dürfen nicht verängstigt werden, Eltern nicht in Hysterie verfallen“, sagt Richter.

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