„Gemeinsam die Innenstadt voranbringen“

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Richard Meeuwenoord, Vize-Chef des neuen Vereins „Innenstadt Uelzen“ und Inhaber von „Blumen aus Holland“, und Mitarbeiterin Siegrid Müller pflanzen Stiefmütterchen an den Straßen.

Uelzen - Von Bernd Schossadowski. „Wir wollen gemeinsam die Innenstadt voranbringen. Dazu müssen alle zusammenarbeiten und Lösungen finden.“ So beschreibt Vorsitzender Stefan Stümpel das Ziel des neu gegründeten Vereins „Innenstadt Uelzen“.

Darin haben sich 25 Geschäftsleute aus der Bahnhof-, Gudes- und Lüneburger Straße zusammengeschlossen, die bislang nur als lose Initiative fungiert hatten. „Wir gehen aber davon aus, dass wir relativ schnell auf 40 oder mehr Mitglieder kommen werden“, sagt Stümpel, dem Andreas Rulitschka als Stellvertreter zur Seite steht. Schriftführerin ist Sylvia Alps, Kassenwart Richard Meeuwenoord. Eines der Ziele des Vereins ist die Gründung eines unabhängigen Stadtmarketings für Uelzen. Dieses solle die Aufgabe und das Budget des bisherigen City-Managements übernehmen, erklärt Stümpel. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Umgestaltung aller drei Marktstraßen. Dazu hat „Innenstadt Uelzen“ jetzt begonnen, die Erdflächen rund um die Bäume an der Gudes- und der Lüneburger Straße mit Stiefmütterchen zu bepflanzen. Die Aktion ist mit der Stadt abgestimmt und wird von Anliegern und örtlichen Unternehmen finanziert. Mittelfristig soll auch die Bahnhofstraße auf diese Weise verschönert werden, kündigt Stümpel an. Natürlich werde sich der Verein um die Pflege der Blumen kümmern.

Zudem spricht sich der neue Zusammenschluss für den Bau des Marktcenters und die Umgestaltung der Schuhstraße aus. „Wir wollen bei der Anbindung des Centers an die Innenstadt mitarbeiten, damit alle Gewerbetreibenden davon profitieren“, sagt Stümpel.

Die Neugründung sieht er im Übrigen nicht als Konkurrenz zum bestehenden Uelzener Handelsverein. „Wir stehen diesem neutral gegenüber. Wo wir Gemeinsamkeiten finden, wollen wir gerne mit ihm zusammenarbeiten“, sucht Stümpel bewusst den Kontakt zum Handelsverein. „Wenn es um die Stadt geht, müssen wir kooperieren und gemeinsame Interessen vertreten.“

Und doch gibt es Unterschiede. Im Gegensatz zum Handelsverein, der auch Geschäfte aus Uelzens Randbereichen vertritt, dürfen bei „Innenstadt Uelzen“ nur Händler aus dem Zentrum Mitglied werden. Dabei geht der Verein auch auf die Filialisten zu. „Wir wollen sie für uns gewinnen, weil wir über sie Informationen bekommen können, welche Maßnahmen in anderen Städten funktionieren“, erläutert Stümpel. Auch zu den Markthändlern hat der Verein einen kurzen Draht. „Unser Ziel ist, die Interessen der Stadt unter einen Hut zu bringen und den Austausch der Geschäftsleute zu fördern“, betont er.

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