Landkreis ändert Versorgung von Asylbewerbern

Geld statt Gutschein

Mit der Hilfe des Landkreises versorgen sich Asylbewerber. Künftig sollen sie statt Wertgutscheinen Geld bekommen. Fotos: dpa

Uelzen/Landkreis. Die Versorgung von Asylbewerbern im Landkreis Uelzen ändert sich. Sie sollen künftig nicht mehr Wertgutscheine vom Landkreis erhalten, mit denen sie sich versorgen, sondern Geld.

Das hat der Landkreis nach der vergangenen Sitzung des Verwaltungsausschusses bekannt gegeben.

Damit hat der Landkreis auf eine Änderung des Asylbewerberleistungsgesetzes reagiert. Bisher war geregelt, dass Asylbewerbern in den Landkreisen Niedersachsens Wertgutscheine ausgestellt werden, damit sie sich mit nötigen Lebensmitteln wie Essen oder Hygieneartikeln versorgen können. „Seit dem 27. Februar gibt es eine neue Erlasslage vom Ministerium für Inneres“, sagt der Erste Kreisrat Uwe Liestmann, „Geldleistungen gab es bisher nur bei ,ultima Ratio’, also bei begründeten Ausnahmefällen. Jetzt können wir als Landkreis entscheiden, ob wir Wertgutscheine oder Geld austeilen.“

Der Landkreis Uelzen hat sich für die Geldleistungen entschieden. Denn durch die Versorgung der Asylbewerber mit Geld verringere sich der Verwaltungsaufwand erheblich – die Gutscheine müssten beispielsweise nicht mehr registriert und bearbeitet werden. „Außerdem zweifeln wir nicht daran, dass die Asylbewerber das Geld einsetzen wie jeder andere auch“, sagt der Erste Kreisrat. Auf AZ-Nachfrage erklärte er, dass man nicht davon ausgehe, dass das Geld für etwas anderes als den nötigen Lebensunterhalt ausgegeben werde. Ausschließen könne man es zwar nicht, man werde es aber nicht unterstellen. „Das hat auch etwas mit Wertschätzung zu tun“, so Liestmann. Derzeit werden 160 Asylbewerber vom und im Landkreis Uelzen versorgt.

Von Kai Hasse

Kommentare