Bombe und Bauarbeiten bremsen Bahnreisende aus

Geduldsprobe für Pendler

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Erst schnell der Blick aufs Handy: Bahnreisende haben sich in Geduld zu üben.

nre Uelzen. Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu: Ein Satz – wie passend – aus der Fußballwelt, der in diesen Tagen aber auch für Bahnreisende im Raum Uelzen zutrifft.

Wegen Bauarbeiten hatten Reisende in den beiden vergangenen Nächten sich mit Verzögerungen auf der Strecke Hannover-Hamburg abzufinden, gestern nun traf es am Tage zudem auch noch Pendler. Zum wiederholten Male wurde bei Bauarbeiten im Lüneburger Neubaugebiet an der Wittenberger Bahn ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – es ist der fünfte Bombenfund in diesem Jahr dort.

Anders als bei vorherigen Entschärfungen wurde der Kampfmittelräumdienst jedoch nicht erst in den Abendstunden aktiv, sondern schon in den Nachmittagsstunden. Ein Grund dafür: Die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und das Deutschlandspiel am Abend. Die Polizei habe entschieden, schon eher zu entschärfen, weil während des Spiels natürlich viel mehr Menschen zu Hause seien und das auch bleiben wollten, was eine Evakuierung erschwere, teilte die Stadt Lüneburg mit.

Die Polizei meldete ab 15.45 Uhr die Vollsperrung der Nord-Südstrecke im Gebiet zwischen Uelzen und Lüneburg – für Reisende in Metronom-Zügen war ein Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Um 16.05 erfolgte dann die Entwarnung und wieder die Freigabe der Strecke – die Bombe war erfolgreich entschärft worden.

Vor eine Geduldsprobe werden Bahnreisende aber auch in den nächsten Tagen gestellt: Die Deutsche Bahn arbeitet bis Anfang Juli an den Gleisen auf der Strecke Hannover-Hamburg. Es könnte zu Verzögerungen kommen, so die Bahn.

Von Norman Reuter

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