Ganztagsschulen: Vorwurf gegen CDU ist unhaltbar

Zur Diskussion um die Ganztagsgrundschulen in Uelzen und den Leserbrief von Horst Bichinger (AZ vom 5. Dezember 2014) schreibt CDU-Stadtratsmitglied Henning Gröfke aus Uelzen:

Sehr geehrter Herr Bichinger aus Aljarn, sie hätten vollkommen Recht mit Ihren Anmerkungen, wenn es sich bei der Elternbefragung um eine Wahl gehandelt hätte. Hat es aber nicht: Die zentrale Frage des Bogens war „Ich/Wir wünschen die Einführung eines ganztägigen Grundschulangebotes für mein Kind“. Wer bei dieser Fragestellung einen Bogen nicht abgibt, hat offensichtlich keinen Bedarf an einem Ganztagsgrundschulunterricht. (Und ich freue mich, dass 71 Prozent der Eltern ihre sechs- bis zehnjährigen Kinder am Nachmittag lieber in der Familie und in Vereinen als in staatlicher Obhut untergebracht haben möchten.)

Der unterschwellige Vorwurf, die CDU oder ich persönlich wollen keine Ganztagsgrundschulen, zeugt aber von Unkenntnis der Verhältnisse in Uelzen. Wir brauchen Ganztagsgrundschulen und wir könnten sie längst haben: Bereits am 6. Juli 2009 hat die CDU-Stadtratsfraktion die Umwandlung von mindestens zwei städtischen Grundschulen in offene Ganztagsgrundschulen zum Schuljahresbeginn 2010/2011 beantragt. Die SPD-Fraktion hat diesen Antrag seinerzeit abgelehnt und ist damit verantwortlich dafür, dass es dieses Angebot in Uelzen bis heute nicht gibt.

Kommentare