Uelzener Eisenbahngesellschaft erinnert am zehnten Geburtstag in Hannover an die Entstehungszeit

450 Gäste feiern mit Metronom

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„Ein Garant für die Qualität der neuen Verkehre“, lobte der frühere OHE-Chef Dr. Jens Jahnke (links) den Metronom. Er erinnerte sich bei der Feier in Hannover-Laatzen mit Uelzens Bürgermeister Otto Lukat (Mitte) daran, wie man vor zehn Jahren ein geeignetes Gelände fürs Bahnbetriebswerk in Uelzen suchte. Mit ihnen am Tisch saß der aktuelle OHE-Chef Wolfgang Kloppenburg.

Uelzen/Hannover. Der Metronom wurde am Sonnabend mit 450 Gästen im Bahnhof Hannover/Messe Laatzen als Erfolgsgeschichte gefeiert. Vor zehn Jahren hat die Uelzener Eisenbahngesellschaft mit ihren Zügen als erster Wettbewerber der Deutschen Bahn in Niedersachsen begonnen.

Seitdem ist das Unternehmen immer mehr gewachsen: 397 Mitarbeiter sind derzeit dort beschäftigt. Rund 95 000 Fahrgäste nutzen nach Angaben von Metronom täglich die Züge des Uelzener Unternehmens.

„Hinter dem erfolgreichen Tun der Geschäftsleitung stehen die Mitarbeiter“, erinnert Klaus Hoffmeister, Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG), in seiner Laudatio zum zehnjährigen Bestehen des Betriebes unter großem Beifall an die „Pionierleistung“ der Gründungsgeschäftsführer Dr. Carsten Hein und Henning Weize.

Bis heute würden beim Metronom „heiße Eisen angepackt“, die zuvor im öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) umstritten waren. „Konsequent sind im Sinne eines hochwertigen Komforts Barrierefreiheit, Rauchverbot, Alkoholverbot, Fahrradbeförderung gemeinsam mit den Fahrgästen umgesetzt worden“, wird an einige Veränderungen in den zehn Jahren erinnert.

Jost Knebel

Der Gesellschafter sieht einen Erfolg in einer „zuverlässigen Dienstleistung am Fahrgast“, wie Jost Knebel als Vertreter der Gesellschaft Netinera betont. „Mit einem durchdachten Konzept, das von Anfang an alle vorangegangenen Schwächen des ÖPNV berücksichtigte, hat Metronom in Norddeutschland eine Marke geschaffen“, sagt er. Er sei vorbildlich beim Zeittakt im Pendelverkehr, der Fahrgastbetreuung, der Wartung von Triebwagen, der Reinigung der Wagen sowie der Schulung und Begleitung ihrer Mitarbeiter. Und das Unternehmen sowie das ebenfalls vor zehn Jahren als Garant für Qualität von den Osthannoversche Eisenbahnen (OHE) in Uelzen errichtete Bahnbetriebswerk habe für zahlreiche Arbeitsplätze in der Region und auf 510 Kilometern eine zuverlässige Verbindung in Niedersachsen und zu den Metropolen Hamburg und Hannover gesorgt. Auch der Fahrgastverband „Pro-Bahn“ lobt: „Endlich hatte Pünktlichkeit wieder Priorität im Personenverkehr auf der Schiene“, schreibt Hans-Uwe Kolbe aus dem Verband dem Unternehmen ins Gästebuch.

Keinen Zweifel lassen die beiden Metronom-Geschäftsführer Frank Höhler und Jan Görnemann daran, dass der Erfolg von Metronom auf dem Engagement ihres Personals beruhe. Zu deren Ehren haben sie das große Fest an den Laatzer Bahnhof verlegt, damit diejenigen, die seit der Streckenerweiterung vor acht Jahren auf der Route bis nach Göttingen tätig sind, dabei sein können, erklären sie. „Von den heutigen Mitarbeitern sind 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anfang an dabei“, bittet Betriebsratschef Andreas Panczyk die „Urgesteine“ auf die Bühne. Der offene Umgang mit Störanfälligkeiten, wie der Sardinen-Zug, habe deutlich gezeigt, dass die Belegschaft nicht kapituliert, sondern täglich auf der Schiene und im Kundenservice daran gearbeitet habe, Störungen zu vermeiden.

Von Angelika Jansen und Diane Baatani

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