Metronom verzeichnet insgesamt weniger Schäden als vor Einführung des Alkoholverbots

Fußball-Fans schlagen Decke ein

dib Uelzen. Wer an den Bundesliga-Spieltagen in den Zügen das falsche Abteil erwischt, sitzt zwischen den Fronten: Tausende Fußball-Fans reisen mit der Bahn zu den Spielen.

Da passiert es schon mal, dass die Deckenverkleidung eines Metronom-Zuges eingeschlagen wird – so ist es zum Beispiel in einem der Metronom-Züge am vergangenen Sonnabend geschehen, als der HSV und Hannover 96 spielten. Metronom-Pressesprecher Hagen Tronje Grützmacher bezeichnet so einen Vorfall allerdings als „nichts Großes“. In den Vorjahren, bevor das Alkoholkonsumverbot in Metronom-Zügen eingeführt wurde, sei erheblich mehr randaliert und beschädigt worden.

Einsatzübung der Bundespolizei Uelzen

 

„Insgesamt haben wir die Erfahrung gemacht, dass sehr viel weniger kaputt geht“, berichtet Grützmacher. Seiner Ansicht nach seien wegen der Fußball-Fans in der Bahn nicht mehr Schäden zu beklagen als beispielsweise nach einem Konzert, wenn die Züge voll ausgelastet und die Stimmung aufgeheizt sei.

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An Tagen wie dem vergangenen Sonnabend setze Metronom zusätzliche Sicherheitskräfte, insbesondere vor und nach den Spielen, in den Zügen ein. Zudem werde mit der Bundespolizei das Vorgehen abgestimmt. Dieses Mal seien vier Züge davon betroffen gewesen. Auch für Bundespolizeisprecher Holger Jureczko sieht die Bilanz nach dem vergangenen HSV-Hannover 96-Spiel positiv aus: Tausende Fans haben die Einsatzkräfte der Bundespolizei und die Bahnmitarbeiter wieder vor Herausforderungen gestellt. Aber Körperverletzungen und Auseinandersetzungen zwischen den Fans wie in der Vergangenheit etwa im Bahnhof Uelzen habe es dieses Mal nicht gegeben.

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