Busverkehr im Kreis: RBB fusioniert / Folgen für Verwaltungsmitarbeiter

Nächster Halt: Stellenabbau

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Nächster Halt: Fusion und Stellenabbau. Die Regionalbus Braunschweig GmbH, die im Kreis für den ÖPNV zuständig ist, steht vor großen Umwälzungen.

Uelzen/Landkreis. Die im Landkreis Uelzen mit dem Öffentlichen Personennahverkehr beauftragte Regionalbus Braunschweig GmbH (RBB) steht vor einer Fusion.

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, das in Uelzen auch eine Betriebsstelle unterhält, soll nach einem Bericht in einem Mitarbeitermagazin mit dem Busunternehmen „Weser-Ems Bus“, ebenfalls eine DB-Tochter, zu „einer neuen Firma“ zusammengelegt werden. Gleiches ist demnach auch für den Busbetrieb Haller vorgesehen, der mit Hanekamp Busreisen fusionieren wird. Damit, so heißt es in dem Bericht, „soll die Region wettbewerbsmäßiger werden und so neue Chancen bei der Vergabe von Busleistungen in Norddeutschland haben. “ Das angekündigte „Projekt“ trägt den Namen „Endspurt“.

Was dynamisch klingt, hat jedoch gravierende Folgen für die Mitarbeiter von DB-Busunternehmen. Es wird in dem Bericht eins Stellenabbau angekündigt. Betroffen seien Mitarbeiter in der Verwaltung. Alexander Möller, Sprecher der RBB-Geschäftsführung und Vorsitzender der Regionalleitung Nord, wird mit den Sätzen zitiert: „Nur dann haben wir eine Chance unsere Verwaltungsquote zu senken. Heute liegt diese bei über 20 Prozent. Unsere wichtigsten Konkurrenten haben Quoten von weniger als der Hälfte.“

Auf Nachfrage der AZ zu den geplanten Fusionen, dem Mitarbeiterabbau und den Folgen für die RBB-Beschäftigten in Uelzen verfasst DB-Pressesprecher Egbert Meyer-Lovis vier Zeilen. Lapidar heißt es: „Wir sind dabei, uns für die Zukunft neu aufzustellen.“ In der kommenden Woche werde man detailliertere Informationen geben.

Beim Landkreis Uelzen als Träger des Öffentlichen Personennahverkehrs zeigte man sich von der Nachricht, dass die RBB durch eine Fusion in eine neue Firma übergehen soll, überrascht. Ein solcher Schritt habe nach seiner Einschätzung keine Auswirkungen auf den Busbetrieb im Landkreis, sagte der Erste Kreisrat Uwe Liestmann der AZ. Mit der RBB als Dienstleister sei ein Vertrag zum Bustransport im Landkreis Uelzen geschlossen worden, der bestimmte Leistungen sicherstelle. Dieser Vertrag behalte auch nach einer Fusion seine Gültigkeit oder ein dann gegründetes Unternehmen habe die Rechtsnachfolge anzutreten.

Der Öffentliche Personennahverkehr umfasst im Kreis neben dem Linienverkehr auch den Schülertransport. Dafür sind täglich 24 Fahrzeuge der RBB sowie weitere Busse von Subunternehmen unterwegs.

Von Norman Reuter

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