Wahlzettel für den Stadtrat fast so breit wie eine Bürotür im Rathaus

So funktioniert die Wahl

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Wahlorganisator Volker Leddin und die Wahlzettel für die Stadtratswahl: Das gelbe Papier nimmt fast die komplette Breite der Tür zu Leddins Nachbarbüro ein.

Uelzen. In knapp zwei Wochen sind 28 400 Uelzener aufgerufen, den Stadtrat, den Kreistag und je nach Wohnort ihren jeweiligen Ortsrat zu wählen. Dazu kommen noch einmal rund 51 000 Bürger, die in den weiteren Kommunen des Landkreises ihre Gremien und den Kreistag wählen.

Im Uelzener Rathaus ist man in letzten Vorbereitungen, wie Ordnungsamtsleiter und Wahlorganisator Volker Leddin sagt.

Derzeit würden noch die Wahlzettel gedruckt. Zettel ist, außer die für die Ortsräte, arg untertrieben. Eher handelt es sich um Wahlposter. Zumindest bei der Kandidatenliste für die Stadtratswahlen. Die Wahlzettel für jede Abstimmung hat Leddin in seinem Büro als Muster hängen. Die für den Stadtrat nehmen fast die Breite der Tür zum Nachbarbüro ein.

„In der Kernstadt bekommen die Wähler zwei Wahlzettel“, sagt Leddin. Einen für den Stadtrat, einen für den Kreistag. Der für den Kreistag ist grün, der für den Stadtrat gelb. Wer in einem der sechs Ortsteile Uelzens lebt, darf zusätzlich noch für seinen Ortsrat abstimmen. Da ist das Papier rosa und hat DIN-A-4-Format. Hätte sich der Uelzener Stadtrat nicht für eine Teilung der Wahlbezirke in Ost und West entschieden, sondern nur für einen, hätte der Wähler vermutlich einen Wahlzettel im Tischdecken-Format ausgehändigt bekommen. „Dann hätten bis zu 42 Kandidaten untereinander gestanden“, so Leddin.

Drei Stimmen kann der Wähler vergeben. Kommulieren und Panaschieren nennt sich das System. Das heißt: Die Uelzener können auf jedem Stimmzettel drei Kreuze machen. Sie können alle drei Stimmen einem Wahlvorschlag in seiner Gesamtheit (Gesamtliste) oder einem einzigen Bewerber auf einem Wahlzettel geben (Kumulieren).

Die Kreuzchen können aber auch auf mehrere Gesamtlisten und/oder mehrere Bewerber derselben Partei oder Kandidaten unterschiedlicher Parteien verteilt werden (Panaschieren).

„Das macht das Auszählen natürlich etwas komplizierter als bei anderen Wahlen“, sagt Leddin. Damit die Wahl ordnungsgemäß über die Bühne geht, werden die Wahlvorstände heute Abend im Rathaus geschult. Apropos Wahlhelfer: Da fehlen der Stadt Uelzen noch rund zehn Personen, so Uelzens Wahlorganisator Volker Leddin.

Von Jens Schopp

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