Scheune in Flammen: Anwohner bringen Tiere in Sicherheit / Durchfahrt gesperrt

Funkenflug gefährdet Pferde

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Eine Scheune auf einem landwirtschaftlichen Hof mit Reitbetrieb in Westerweyhe stand in der Nacht zu gestern lichterloh in Flammen. Ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude konnte verhindert werden.

Uelzen-Westerweyhe. Die Hunde haben in der Nacht zu gestern den Brand zuerst gemerkt und die Anwohner geweckt: Als Christoph Oetzmann von seinem Wohnhaus an der Straße Altes Dorf in Westerweyhe aus der Tür schaute, stand die Scheune bereits lichterloh in Flammen.

Rund 350 Ballen Stroh verbrannten in der Halle, auch zwei Traktoren wurden zerstört, berichtet er. Gasflaschen und Diesel befanden sich ebenfalls in dem 640 Quadratmeter großen Gebäude. Menschen und Tiere wurden bei dem Großfeuer nicht verletzt, den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 500 000 Euro.

Die Strohballen wurden gestern tagsüber weiter abgelöscht. Wo zuvor die Scheune stand, klafft nun eine Lücke.

Nachts um 1.55 Uhr wurden die Feuerwehren alarmiert, noch bevor die Bewohner des Hofes den Brand bemerkten und selbst zum Telefon griffen. Aus Angst vor einem Funkenflug, der dazu führen könnte, dass auch ein angrenzender Pferdestall in Flammen aufgeht, brachten Christoph Oetzmann und seine Freundin zunächst ihre neun Pferde in Sicherheit. Beim Eintreffen der Wehren aus Westerweyhe, Kirchweyhe und Uelzen standen schon große Teile der Halle in Vollbrand, berichtet Christoph Paul, Pressesprecher der Feuerwehren der Stadt Uelzen. Daher wurden weitere Mannschaften angefordert, aus der Gemeinde Bevensen-Ebstorf, Oldenstadt und Klein Süstedt. Auch der Rettungsdienst und die Schnell-Einsatz-Gruppe des DRK waren dabei. Für den Großteil der rund 155 Einsatzkräfte von insgesamt sieben Wehren war die Arbeit gestern Vormittag beendet.

Die Mitglieder der Wehren Kirch- und Westerweyhe suchten noch Glutnester und waren mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Ein Bagger, mit dem schon nachts Teile des einstürzenden Wellblech-Daches entfernt wurden, beseitigte Trümmer, damit sie abseits abgelöscht werden konnten. Am Nachmittag wurde die Feuerwehr Uelzen erneut alarmiert, da wegen des Brandes größere Mengen Kraftstoff ausgelaufen waren. Die Einsatzkräfte errichteten eine Ölsperre in einem angrenzenden Bach.

Die Polizei geht davon aus, dass die Durchfahrt Altes Dorf noch mehrere Tage gesperrt bleibt. Die Brandursache ist unklar, die Ermittlungen dazu dauern noch an.

Von Diane Baatani

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