Berufsbildende Schulen in Uelzen informierten über Ausbildungsgänge

Freie Wahl fürs Berufsleben

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Gutes Augenmaß und geschickte Hände sind hier nötig: Die Schüler im Fachbereich Holz zeigten, wie Zinkenverbindungen funktionieren.

Uelzen/Landkreis. Viele Traumberufe präsentierten die Berufsbildenden Schulen beim Berufsinformationstag am Sonnabend.

„Nachdem der Ausbildungsmarkt den Jugendlichen zwei Jahrzehnte nichts zu bieten hatte und sie nehmen mussten, was übrig geblieben war, dürfen sie inzwischen unter einer Vielzahl freier Ausbildungsstellen wieder den Beruf wählen, der ihren Neigungen und Wünschen entspricht“, berichtet Wolfgang Krause von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit.

Stein auf Stein: Im Fachbereich Bau konnte man Adrian Krämer und Pascal Humburg beim Hochziehen einer Mauer zusehen.

Der 17-jährige Timm Giese verlässt nach zwei Stunden mit seinem Vater das Areal der BBS und hat eine ganze Liste der Maler und Lackierer bei sich, bei denen er sich bewerben möchte. „Ich möchte praktisch arbeiten“, sagt er, „abends sehen, was ich geschafft habe.“ Deshalb möchte Timm eine Ausbildung zum Maler und Lackierer absolvieren. „Nicht jeder weiß so genau, was er will“, berichtet Krause von künftigen Schulabsolventen, die mit ihren Eltern zur BBS kommen, um sich über die Vielfalt beruflicher Werdegänge zu orientieren. Und da haben die Berufsbildenden Schulen in Uelzen viel zu bieten: „Unser Frühlingsschnuppern an der BBS ist inzwischen ein etabliertes Modul im Rahmen der Berufsorientierung für die jungen Leute im ganzen Landkreis“, weiß Schulleiter Stefan Nowatschin, der das Interesse mehrerer Innungsobermeister, die vor Ort waren, nutzen möchte, um einen runden Tisch für die Berufsorientierung im Handwerksberufen anzuregen.

„Im ständigen Kontakt mit den Eltern, Schülern und Lehrern der allgemeinbildenden Schulen“, so Schulleiterin Annette Due, „stellt die Berufsbildende Schule eine effektive Verzahnung zu den ausbildenden Betrieben dar.“

Viele Schüler hatten Präsentationen aus ihrem Berufsleben vorbereitet. So zeigten Schüler des Fachbereichs Holz Zinkenverbindungen, im Fachbereich Bau zeigten Adrian Krämer und Pascal Humburg, wie Stein auf Stein eine Mauer entsteht, und die Schüler aus dem Bereich Ernährung und Hauswirtschaft kümmerten sich vorbildlich um die kulinarische Versorgung der zahlreichen Gäste und Besucher. In den umfassend technisch ausgerüsteten Werkstätten für die Metallberufe und die Kraftfahrzeugtechnik am zweiten Schulstandort an der Scharnhorststraße gab es ebenfalls intensive Gespräche, bestätigte Dieter Niber, Sprecher der Kraftfahrzeug-Innung. Dort demonstrierten die Schüler an der interaktiven Wand, welche Möglichkeiten die wie Hörsäle ausgestatteten Unterrichtsräume für den fachpraktischen und theoretischen Unterricht bieten.

Von Angelika Jansen

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