Die Fortsetzung ist ungewiss

Der Entdeckerbus war in diesem Jahr zwischen dem 1. Juli und dem 30. September im Kreis Uelzen unterwegs. Ob das Angebot 2011 fortgesetzt wird, entscheidet nun die Kreispolitik. Archivfoto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis - Von Bernd Schossadowski. Insgesamt 6576 Fahrkarten wurden in der diesjährigen Entdeckerbus-Saison im Kreis Uelzen verkauft – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Doch reicht das aus, um das rollende touristische Angebot 2011 fortzusetzen? Oder sollte es eingestellt werden? Darüber wollte der Wirtschaftsförderungsausschuss des Kreises auf seiner jüngsten Sitzung noch nicht entscheiden. Zunächst sollen die politischen Fraktionen auf ihren Haushalts-Klausurtagungen über die Zukunft des Busses beraten.

Deutlicher wurde Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“. „Die Entwicklung des Entdeckerbusses in diesem Jahr war sehr positiv – besser als ursprünglich erwartet“, sagte sie im Ausschuss. Bei den für 2010 zu erwartenden Einnahmen aus dem Fahrkartenverkauf habe sie sich allerdings verschätzt, gab Kämpfer zu: Anstatt der kalkulierten 30 000 Euro waren es lediglich 19 728 Euro.

Ihrer Ansicht nach ist der Entdeckerbus „ein gutes zusätzliches touristisches Angebot, das insbesondere auch Tagesbesucher aus den Regionen Hamburg und Hannover in den Kreis Uelzen gebracht hat“. Daher schlug sie vor, den Entdeckerbus im nächsten Jahr fortzusetzen. Linienführung, Zeittakte, Ticketpreise und Saisondauer sollten unverändert bleiben.

Ganz anders fällt das Urteil von Ausschussmitglied Wilfried Klippe (SPD) aus. „Ich habe selten jemand im Entdeckerbus gesehen. Vielleicht mal Radfahrgruppen, ansonsten sieht man die Busse leer rumfahren“, berichtete er und mutmaßte, mit dem Konzept könne „irgendwas nicht stimmen“.

Unterdessen setzen sich die Uelzener Stadt- und Touristinformation, der Verkehrsverein der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf und die Samtgemeinde Suderburg in Briefen an den Wirtschaftsförderungsausschuss ausdrücklich für den Erhalt des Entdeckerbusses ein. Mehr dazu lesen Sie in der Freitag-Ausgabe der AZ.

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