Wählergemeinschaft will bei Großprojekten grundsätzlich Experten hören

UWG fordert Sachverstand

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Politiker sind nun mal keine Ingenieure – um große Bauprojekte wie das Uelzener Marktcenter fachkundig begleiten zu können, sollen künftig grundsätzlich Experten hinzugezogen werden, fordert die UWG.

nre Uelzen/Landkreis. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Uelzen hat sich bei ihrer Kreisversammlung dafür ausgesprochen, dass bei komplexen Projekten in Uelzen den politischen Gremien Experten an die Seite gestellt werden mögen.

Die Versammlung sei sich einig gewesen, dass die Aufsicht nicht nur durch Politiker gewährleistet werden könne, informiert der zweite Vorsitzende des UWG-Kreisverbandes, Heiko Senking.

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Die Politiker stünden zwar dem Bürger gegenüber in der Verantwortung, aber nicht alle verfügten über Detailwissen in allen Bereichen. „Wir alle sind halt für eine gewisse Zeit gewählte Menschen, die aus allen Schichten der Gesellschaft kommen und sich in einigen Fällen besser externen Sachverstand hinzuziehen sollten“, so Senking. Sei es wie in Bezug auf die Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft, der Investorin beim Marktcenter, oder anderen Bereichen.

Wie berichtet, hat der Uelzener Stadtrat sich nun mit der Situation auseinanderzusetzen, dass ein für das Marktcenter vorgesehener Elektronikfachmarkt wohl nicht einzieht.

Besonders ärgerlich, so die Versammlung, sei es, wenn Politiker Verträge und Entscheidungen ausbaden müssten, die noch vor ihren Einzug in die Parlamente beschlossen worden seien.

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„Die Kreis-UWG Uelzen wie auch die angeschlossenen Wählergemeinschaften wollen in Zukunft solche Fehlgriffe möglichst vermeiden“, erklärt Heiko Senking. So werde auch Sachverstand zu verschiedenen Themen in Zukunft durchaus auch im Internet abgefragt – in verschiedenen Gruppen, auch bei Facebook, gebe es dazu viele gute Initiativen und Möglichkeiten, denen man sich bedienen könne.

Von Norman Reuter

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