Es fehlen speziell geschulte Lehrer / Jörg Hillmer (CDU): Unterrichtsversorgung nur bei 79,5 Prozent

Förderunterricht – ein Pflegefall ?

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Besonders Schüler mit besonderem Förderbedarf seien von der Versorgungslücke betroffen, sagt Hillmer.

Uelzen/Landkreis. Als „Meilenstein“ wurde das Beratungs- und Förderzentrum Uelzen im Sommer bei seiner Eröffnung gefeiert.

Für den CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Hillmer ist der Zusammenschluss aller Förderschulen im Landkreis Uelzen als Konsequenz aus der von der rot-grünen Landesregierung vorangetriebenen Inklusion bereits zu einem Pflegefall geworden: Wie der Politiker aus einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion an das Bildungsministerium erfahren hat, fehlen Lehrkräfte – die Unterrichtsversorgung ist schlecht. Sie liegt laut Hillmer bei 79,5 Prozent.

„Darunter leiden alle Schulen im Landkreis, weil sie bei der Inklusion nicht die notwendige Unterstützung erhalten“, schreibt Hillmer. Insbesondere seien die Kinder mit Förderbedarf betroffen. Und der CDU-Politiker nennt den aus seiner Sicht Schuldigen an der Situation: „Die rot-grüne Landesregierung spart ausgerechnet bei den lernschwächsten Kindern.“ Das sei unanständig. Er fordert eine ausreichende Versorgung für den Landkreis.

In Stadt und Kreis Uelzen wird Inklusion, bei der Förderschüler mit Kindern allgemeinbildender Schulen unterrichtet werden, nicht erst seit dem Sommer gelebt. Mit dem Förder- und Beratungszentrum hat die Politik ein Gebilde gefunden, mit dem sich der Unterricht organisieren lässt. Vom Zentrum aus werden die Förderschullehrer koordiniert, die in den Klassen der allgemeinbildenden Schulen zusammen mit den Fachlehrern arbeiten, beispielsweise indem Themen unterschiedlich aufbereitet oder Tischgruppen besonders betreut werden. [...]

Von Norman Reuter

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