SBE-Geschäftsführer van Bergen erwartet keine Rückzahlung an die Stadtwerke Uelzen

„Da fließt überhaupt nichts zurück“

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Die Felder der SBE in der Ukraine waren vor Beginn des landwirtschaftlichen Stadtwerke-Projektes jahrelang nicht genutzt worden. Aktuell wird die Ernte von einem Berater aus Deutschland beobachtet.

Uelzen. Zwischen den Stadtwerken Uelzen und den Stadtwerken Schwäbisch Hall sind die Fronten verhärtet: Die Stadtwerke Uelzen wollen die Sustainable Bio Energy Holding GmbH (SBE) fortführen, aber nicht mehr in das Getreide-Geschäft in der Ukraine investieren.

Sie tragen 25 Prozent der Anteile, werden somit kaum am Risiko beteiligt und erhielten aber im Falle eines Verkaufs der Holding dennoch 50 Prozent des Geldes, erklärt SBE-Geschäftsführer Johannes van Bergen, das sei vertraglich festgehalten. Diese Regelung habe den Aufsichtsrat in Schwäbisch Hall empört, berichtet er von der Sitzung am Mittwochabend. Die Mitglieder wollen von Uelzen eine Entscheidung hören, ob die Stadtwerke dabei bleiben oder sich aus dem Geschäft herausziehen.

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Derweil halten sich die Stadtwerke Uelzen selbst über ihre eigenen Pläne für 2013 und die Bilanzen für 2012 weiterhin bedeckt. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Otto Lukat, verweist auf AZ-Nachfrage lediglich darauf, dass die Geschäftsführung eine „schwarze Null“ in Aussicht gestellt habe. Was van Bergen verärgert: Die Stadtwerke Uelzen rechnen in diesem Jahr damit, 1,7 Millionen Euro aus Darlehenszinsen für das SBE-Geschäft und einem Rapsölliefervertrag zurückzuerhalten.

Von Diane Baatani

Mehr zum Ukrainegeschäft der mycity lesen Sie am Freitag in der AZ.

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