Von Woche zu Woche

Flash mich nochmal! Ein Kommentar zum "Uelzen OpenR"

+
„Elton John in Uelzen – was stimmt nicht an diesem Satz?“ Diesen Scherz hatte man im Vorfeld des mittlerweile achten Open R immer wieder mal gehört.

„Elton John in Uelzen – was stimmt nicht an diesem Satz?“ Diesen Scherz hatte man im Vorfeld des mittlerweile achten Open R immer wieder mal gehört. Doch seit vergangenem Wochenende kann man mit breiter Schulter sagen:

An diesem Satz stimmt alles. Sir Elton John in Uelzen – das war perfekt. Und im Schulterschluss mit Mark Forster, Glasperlenspiel, Roland Kaiser etc. ergab sich vergangenes Wochenende in der Almased Arena ein Gesamtbild, dass ein Signal nach Deutschland und Europa sendet: Uelzen kann mithalten im Konzert der ganzen großen Open Air-Events. Was dieses achte Spektakel so besonders machte, dass war nicht allein der Umstand, dass ein Weltstar zu Gast war. Sondern das „Uelzen Open R“ besticht vor allem noch durch eine ganz besondere Einzigartigkeit: Die unglaublich stimmige Mischung. Freitagabend Elton John, Samstag acht Stunden lang neue deutsche Töne, von der aufstrebenden Lokalband bis zu Größen des Landes, die noch in der Nacht ganz begeistert im Netz von ihren Auftritten posteten. Acht Stunden haben die Uelzener mit vielen Gästen gefeiert, Gewitter und Regenschauer konnten da nicht abschrecken. 25 000 Besucher in drei Tagen - das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Möglich gemacht hat das ein Mann, der in einem harten Business ebenso harte Zeiten durchgemacht hat, der nach Rückschlägen nie aufgegeben hat und der jetzt die Früchte jahrelanger knüppelharter Arbeit ernten darf: Denn das Uelzener Open R ist natürlich untrennbar mit dem Namen Ulrich Gustävel verbunden. Wir haben in Uelzen Peter Maffay begrüßt, wir haben mit Herbert Grönemeyer gesungen und mit Fanta 4 getanzt. Wir haben „Die Ärzte“ gefeiert und am vergangenen Wochenende Sir Elton John erlebt. Der kam zum Auftakt seiner neuen Tournee nicht nach Berlin oder Hamburg, nicht nach München oder Frankfurt. Sein Hubschrauber, ungläubiges Staunen bei auswärtigen Kommentatoren, landete, so banal ist das Leben manchmal, auf dem Sportplatz des Postsportvereins am Uelzener Kuhteichweg.

Dieses Open R ist für Uelzen längst mehr als ein Musikereignis, es ist der Beleg dafür, was man in dieser Stadt bewegen kann, wenn man eine Vision, den eisernen Willen dazu hat, und die Uelzener können mit stolz von ihrer Stadt erzählen. Das haben sie sich verdient und das haben sie Ulrich Gustävel zu verdanken. Verbunden mit dem Appell von Mark Foster: „“. Und die Menschen in der Region dürfen schon voller Vorfreude auf den November blicken: Dann kommt Nena – natürlich zu Ulrich Gustävel in die Jabelmannhalle. Und allen Scherzbolden sei vorab gesagt: „Nena in Uelzen“ - an diesem Satz stimmt alles.

Von Thomas Mitzlaff

Mehr zum Thema

Kommentare