SBE: Uelzener erwarten Aufklärung aus Schwäbisch Hall

Finanzlage unklar

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Wegen des SBE-Projekts und Strom-Netzen prozessieren die Stadtwerke derzeit.

Uelzen. Die einstweilige Verfügung der Stadtwerke Uelzen über einen Verkauf ist seit Mittwoch vorerst vom Tisch.

Damit steht die Zukunft der Sustainable Bio Energy (SBE) Holding, mit der die Uelzener gemeinsam mit den Stadtwerken Schwäbisch Hall ein Landwirtschaftsprojekt in der Ukraine betreiben, noch in den Sternen. „Wir gehen davon aus, dass die Stadtwerke Schwäbisch Hall eher verkaufen möchten“, sagt Uelzens Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Schümann im AZ-Gespräch. „Wir möchten aber vorher alle Optionen geprüft haben. “ Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.

Denn um sämtliche „Optionen des Marktes“, so Schümann, prüfen zu können, müsse man Beurteilungsgrundlagen haben. „Wir brauchen ja einen vernünftigen Status über die Gesellschaft“, dokumentiert Schümann, dass die Uelzener derzeit von den Kollegen in Schwäbisch Hall im Unklaren darüber gelassen würden, was die tatsächliche und derzeitige wirtschaftliche Situation der SBE Holding angehe.

Schümann: „Selbstverständlich erwarten wir, dass uns solche Unterlagen vorgelegt werden“, damit über die Zukunft der SBE entschieden werden könne. „Um den Jahreswechsel“, so der Stadtwerke-Chef, werde man hoffentlich mit den Schwäbisch Hallern „eine gemeinsame Linie finden“. Entsprechend konstruktive Signale hierfür seien bereits ausgesendet worden. Wie berichtet, haben die Uelzener Stadtwerke aus ihrem Ukraine-Engagement bereits fünf Millionen Euro Verluste abschreiben müssen.

Von Ines Bräutigam

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