Fiese Komplimente...

. . . ist US-Präsident Obama losgeworden, haben Sie’s gelesen? Er lobte eine mit ihm befreundete Generalstaatsanwältin nicht nur als brillant, engagiert, stark und fair, sondern sagte auch, dass sie die bestaussehendste Generalstaatsanwältin wäre. Oha.

Die Medien kritisierten ihn scharf. Dumm sei das, und sexistisch. Obama musste sich auf öffentlichen Druck entschuldigen.

Heide Simonis hat mal gesagt, Helmut Kohl sei dick. Der ärgerte sich, und sie stellte ihm in Aussicht, bei Gegenleistung zu sagen, dass er gertenschlank sei. Dass Herr Brüderle zu tief geblickt und dann etwas Saudummes gesagt hat, ist allen klar. Die Diskussion darum ist für manche überzogen, aber: Gut, dass es sie gibt. Der Kabarettist Dieter Nuhr meint wiederum, noch nie sei „echter Sexismus so verharmlost worden wie durch diese lächerliche Debatte“ um Brüderle. Und Uhlenköper grübelt, wo er bei diesem Thema steht. Eines hat er gelernt: Auch nett gemeinte Komplimente über das Aussehen können Frauen beleidigen, weil sie ihre anderen Stärken mit dem Etikett des „Blond- und Blödchens“ vergällen. Vom Glotzen auf die Figur und der Notwendigkeit der halbwegs angemessenen Situation mal abgesehen.

Uhlenköper kann nicht anders. Achtung: Die Kolleginnen sind ganz bezaubernd. Nicht nur weil sie toll aussehen, aber auch deshalb. Oder: Nicht nur weil sie klug, witzig und freundlich sind, aber auch deshalb. Das musste mal gesagt werden, und nun traut er sich nicht mehr zur Arbeit, der Uhlenköper.

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