Feuerschlucker und Riesen-Hai

Stiegen genügend Kinder hinein, klappte das Hai-Maul auf.

Uelzen. Wer sich traute und sich vom mächtigen Kran in einem Korb in die Höhe hieven ließ, der bekam einen guten Überblick über das „Happy Straßenfest“ an der Straße Am Funkturm, zu dem die Gewerbebetriebe auch in diesem Jahr die Bürger eingeladen hatten.

Schlangestehen hieß es an der aufblasbaren Kletterwand.

Die kamen bei prächtigem Wetter zuhauf, genossen die zivilen Preise an vielen Ständen und bei manchen Betrieben sogar ein Glas Freibier. Wem der Sinn nach sportlicher Betätigung stand, der konnte sich beim Bullenreiten (mit Abwurfgarantie) versuchen. Diverse Hüpfburgen sorgten dafür, dass es keine quengeligen Kinder gab, während Mama und Papa sich über günstige Automodelle, den möglichen neuen Terrassenbelag oder einen Rasentrecker informierten, der in der Luxusausführung durchaus schon mal das Preisniveau eines Kleinwagens erreichen konnte. Nebenbei gab es den möglicherweise größten Flohmarkt zu entdecken, den Uelzen jemals gesehen hat. Für den reichte der riesige Parkplatz eines Unternehmens nicht aus, er zog sich über fast die gesamte Länge der Straße Am Funkturm.

Überall gab es Aktionen für Kinder, die die allerneuesten Akkuschrauber ausprobieren durften und das auch mit Wonne taten, wahrscheinlich schon deshalb, weil Papas Werkzeug daheim tabu ist. Mit Rasenmäher-Rennwagen flitzten die Kinder durch den Parcours, erprobten sich an der Kletterwand oder beim Torwandschießen. Und bei einem Bauunternehmen durften sie sich nicht nur schminken lassen, sondern mit genau den gleichen Materialien kleine Häuser bauen, mit denen Papa die Wände hochzieht: Lego war gestern – heute baut das handwerklich geschickte Kind mit Ytong-Steinen und Holzleim sein eigenes kleines Häuschen. Ganz geschickte Mädchen und Jungen konnten sich sogar das Jonglieren mit Tellern oder „Devil-Sticks“ beibringen lassen, um ihre Eltern zu beeindrucken.

Ein Video finden Sie unter

Von Jürgen Köhler-Götze

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