60 Kräfte kämpfen am Hagenskamp gegen Flammen / 100 000 Euro Schaden

Feuer wütet in Wohnung am Hagenskamp

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Die Wohnung war nicht mehr zu retten – beim Brand im Sternviertel drohten die Flammen auf den Dachstuhl überzugreifen, als die Feuerwehr Uelzen eintraf. Mit ordentlich Wasserdruck rückten die Feuerwehrmänner dem Brand zu Leibe.

Uelzen. Die Feuerwehrsirenen ertönten kurz nach 5 Uhr: Eine Wohnung in einem Sieben-Parteien-Haus am Hagenskamp in Uelzen ist gestern am frühen Morgen komplett ausgebrannt.

Als die ersten herbeigerufenen Feuerwehrkräfte eintrafen, so schildert der Uelzener Ortsbrandmeister Reiner Seidel gegenüber der AZ, hätten die Flammen bereits aus den Fenstern geschlagen.

Ein Blaulichtmeer gestern Morgen am Hagenskamp: Rund 60 Einsatzkräfte sind vor Ort, um den Wohnungsbrand zu löschen.

„Das Feuer drohte auf den Dachstuhl überzugreifen“, so Seidel weiter. Sehr schnell hätten aus diesem Grund die Feuerwehrmänner reagieren müssen, vor allem, weil sich über der brennenden Wohnung noch eine Dachstuhlwohnung befunden habe, in der ein Mieter ausharrte. Der Bewohner sei, erklärt der Ortsbrandmeister, von Atemschutzträgern mit einer sogenannten Fluchthaube über das Treppenhaus gerettet worden. Der Einsatz der Drehleiter sei wegen der engen Bebauung, die auch das Löschen vor Ort erschwert habe, nicht möglich gewesen.

Wie die Polizei mitteilt, erlitten bei dem Brand zwei Hausbewohner eine Rauchgasvergiftung und mussten ärztlich versorgt werden. Der 40-jährige Mieter der Wohnung, die von den Flammen zerstört wurde, sei unverletzt geblieben. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Bislang werde weder eine Brandstiftung noch ein technischer Defekt als Ursache ausgeschlossen, sagt Polizei-Pressesprecher Kai Richter der AZ. Die Ermittler hatten gestern Vormittag ihre Arbeit aufgenommen. Der Eigentümer des Hauses und der Gebäudeversicherer verschafften sich zu diesem Zeitpunkt, als die Nachricht von dem Brand in den umliegenden Straßen die Runde gemacht hatte und Neugierige anlockte, ein Bild vom Ausmaß des Brandschadens. Die Polizei schätzt ihn auf rund 100 000 Euro.

Insgesamt waren bei dem Einsatz am Hagenskamp etwa 60 Feuerwehrkräfte der Wehren Uelzen, Veerßen, Kirchweyhe, Westerweyhe und Holdenstedt im Einsatz. Zudem war die schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK mit einem Notarzt vor Ort. Gegen 6.30 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ab. Die Mieter konnten dann in das Haus, das bis auf die betroffene Wohnung bewohnbar ist, zurückkehren.

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