Rauch aus Wänden: Großeinsatz der Feuerwehr in Wohn- und Geschäftshaus

Feuer in Uelzens Innenstadt

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An der Lüneburger Straße ging nichts mehr: Mit acht Fahrzeugen rückte die Uelzener Wehr gestern Mittag zu einem Feuer aus.

Uelzen. Es herrschte noch munteres Treiben auf dem Uelzener Vital-Markt, als gestern im Obergeschoss eines Hauses in der Lüneburger Straße Feuer ausbrach: Um kurz nach halb eins rückte die Freiwillige Feuerwehr Uelzen mit 30 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen in die Innenstadt aus.

Nach Angaben der Polizei waren in dem Wohn- und Geschäftsgebäude zuvor Schweißarbeiten durchgeführt worden. Weil der Brand in den Wänden des Hauses saß, mussten diese von den Feuerwehreinsatzkräften geöffnet werden. Personen wurden nicht verletzt.

Um den Dachstuhl des Hauses zu überprüfen und einen weiteren Fluchtweg zu schaffen, wurde die Drehleiter ausgefahren: „Es waren sechs Leute unter Atemschutz und unter Verwendung der Wärmebildkamera im Einsatz“, beschreibt Ortsbrandmeister Reiner Seidel. „Der Rauch ist durch alle Ritzen und Löcher durchgezogen.“ Personen hätten sich nicht im Gebäude aufgehalten.

Trotz der acht Feuerwehrfahrzeuge, die in der Innenstadt Platz finden mussten, betont Seidel: „Wir haben den Markt nicht gestört und der Markt hat uns nicht gestört.“ Lediglich der Abschnitt zwischen Kaufhalle und Polizeistation sei nicht befahrbar gewesen, Händler konnten zur gewohnten Zeit über die Veerßer Straße und Gudesstraße die Innenstadt verlassen.

Der Einsatz derweil zog sich bis in den späten Nachmittag: Das erste Mal, erklärt Seidel, schien der Brand nach einer Dreiviertelstunde gelöscht. Doch: Im Fachwerk und in Hohlräumen in den Wänden seien erneut Glutnester aufgetreten. Weil ein Großteil der Einsatzkräfte aber noch vor Ort war, habe man die erneute Rauchentwicklung rechtzeitig bemerkt und stoppen können. Gegen 15 Uhr waren schließlich auch die letzten Brandnester beseitigt. Ein Überspringen der Flammen auf andere Gebäude konnte frühzeitig ausgeschlossen werden. „Das Risiko ist natürlich immer da in einer Altstadtbebauung“, weiß Seidel.

Die Höhe des entstandenen Schadens stand gestern noch nicht fest. Nach Angaben des Ortsbrandmeisters sind alle vier Wohnungen in dem Gebäude derzeit nicht bewohnbar.

Von Anna Petersen

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