Felder in Flammen

In Wrestedt konnte das Feuer gestoppt werden, bevor es auf den Wald überging.

Uelzen/Landkreis - Von Diane Baatani. An mehreren Stellen im Landkreis Uelzen kam es am Wochenende zu Stoppel- und Getreidefeldbränden. Vermutlich wurden alle durch Funkenschläge aus heißgelaufenen Mähdreschern ausgelöst. Am Samstagnachmittag rückten die Wehren aus Oetzen, Schwemlitz, Groß Malchau, Rätzlingen, Rosche, Teyendorf, Bad Bevensen und Himbergen nach Dörmte aus. Auf einem Feld am Ortsverbindungsweg Richtung Bruchwedel entstand das Feuer durch einen Lagerschaden am Häcksler eines Mähdreschers. Ungefähr ein Hektar Fläche ist dabei verbrannt.

Auch in Groß Thondorf und in Vinstedt kam es zu Stoppel- und Getreidefeldbränden, die bei den Mäharbeiten entstanden. In Nettelkamp geriet am Sonntagmittag eine Strohpresse in Brand, dort waren die Wehren Standensen und Wieren im Einsatz. In Emmendorf ist ein Mähdrescher vollkommen ausgebrannt, auch die Uelzener Feuerwehr rückte dorthin aus.

Ein Feld von rund 4000 Quadratmetern stand bereits am Sonntagvormittag hinter dem Sportplatz in Wrestedt in Flammen. Nach Angaben der Einsatzleitstelle bestand hier die Gefahr, dass die Flammen auf das angrezende Waldstück übergreifen. Das Feld sei umgepflügt worden, so dass es mit Hilfe der Mannschaften aus Wrestedt, Uelzen, Stederdorf, Stadensen und Wieren beim Schaden von 4000 Quadratmetern bleiben konnte. Auch hier war die Brandursache nach dem ersten Stand der polizeilichen Ermittlungen ein Funkenflug vom Mähdrescher.

Die Häufigkeit an Stoppelfeldbränden lag am Wochenende an der Wetterlage mit Sonnenschein und Wind und an der Häufung von Mäharbeiten der Landwirte, erklärt Thorsten Riggert, Vorsitzender des Bauernverbandes Nord-Ost-Niedersachsen, auf AZ-Nachfrage. „Da reicht es, wenn ein kleiner Stein in den Häcksler hineingeht, das schlägt Funken und dann fängt es an zu brennen.“ Er selbst habe am Wochenende zwei Tage durchgedroschen, „dann läuft der Mähdrescher heiß“.

Bei 4000 Quadratmetern ist es „schon ein erheblicher Schaden“, sagt der Kreislandwirt. „Das sind rund 1500 Euro, die da nur an Getreide verloren sind.“ Hinzu komme noch, dass kein Stroh zum Nutzen übrig bleibe.

Wegen des feuchten Wetters in den vergangenen Wochen versuchten viele Landwirte im Landkreis am Wochenende ihr Getreide zu ernten, bevor die nächste Regenphase beginnt. „Das Getreide ist ausgewachsen und hat in der Ähre schon wieder angefangen zu keimen“, erläutert Riggert. Da sei es höchste Zeit für die Ernte.

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