Horst Grunert auf Stimmenfang

FDP-Bürgermeisterkandidat leitet Wahlkampf ein

UELZEN - Bei seinem Wahlkampfauftakt am Freitagabend erhielt der aus dem thüringischen Sömmerda Unterstützung von der Spitze der niedersächsischen Liberalen.

Stefan Birkner, FDP-Landesvorsitzender und früherer Umweltminister, sprach in der Stadthalle zunächst über die anstehende Europawahl. „Europa ist vor allem eine Friedensidee“, sagte er. Bei aller Kritik an der Bürokratie und den Entscheidungen aus Brüssel dürfe dies nicht vergessen werden, und deshalb sei es wichtig, wählen zu gehen.

Nahtlos konnte Birkner schließlich zur Uelzener Bürgermeisterwahl und zum FDP-Kandidaten überleiten. Denn Grunert, so der FDP-Landesvorsitzende, bringe nicht nur kommunalpolitische Erfahrungen mit, sondern wisse auch, wie die Europäische Union ticke und kenne somit die Fördermöglichkeiten, die für Uelzen noch genutzt werden könnten.

Horst Grunert arbeitete für die EU-Kommission, war im Ausland tätig, um die Abfallwirtschaft zu reorganisieren. Der 55-jährige Kandidat stellte zu Beginn seiner Rede fest, dass er sich mehr Zuspruch bei seinem Wahlkampfauftakt gewünscht hätte. Nur ein kleiner Kreis von Zuhörern war gekommen. Die Veranstaltung wäre für die Uelzener eine Chance gewesen, ihn und seine Inhalte besser kennenzulernen, so Grunert.

Aber ihm sei nicht bange, denn vor ihm würden dreieinhalb intensive Wahlkampfwochen liegen, in denen es noch öfter die Möglichkeit gebe, ihn anzutreffen und auch zu hören, wie er sich seine Arbeit als Bürgermeister vorstelle. Er kenne den Ausgang der Wahl am 25. Mai nicht, so Grunert. Unterschiedliche Reaktionen habe er bislang auf seine Nominierung erlebt. So habe es Kommentare gegeben, in denen bezweifelt worden sei, dass ein externer Kandidat das Richtige für die Stadt sei. Allerdings habe er in Gesprächen mit Uelzenern auch vernommen, dass genau dies sein Vorteil sei, weil er unvoreingenommen einen Blick von außen auf die Stadt werfen könne. Sicherlich würden die Mitbewerber die Stadt und die Themen besser kennen. Aber ohnehin sei er niemand, der im Wahlkampf Versprechungen mache, die später nicht eingehalten werden könnten.

Dies würde auch für seine Arbeit als Uelzener Bürgermeister gelten, wenn es mit einem Wahlsieg klappe. „Es gibt keine Entscheidung ohne einen Abwägungsprozess“, so Grunert. Dies treffe auch im Übrigen auf die Frage zur Zukunft der Stadthalle zu. Weitere Themen, die Grunert ansprach, waren ein Stadtmodernisierungskonzept, die Arbeit der Verwaltung sowie Fördermöglichkeiten durch die EU. Rainer Fabel, FDP-Kreisvorsitzender, dankte Stefan Birkner für sein Kommen und Horst Grunert für seine Ausführungen, um dann die Veranstaltung mit knappen Worten zu beenden: „Und ab in den Wahlkampf.“

- Von Norman Reuter

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