Bei der DAA erhält die Installation „Santaka“einen neuen Anstrich

Farbe für Pfahlkunst

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Junge Künstler: Milina Meisner und Patricia Burmester bescheren dem Herzogenplatz neue Farbenpracht. Sie bemalen seit gestern 38 Pfähle, die zum Kunstwerk „Santaka“ gehören“, das demnächst wieder in der Innenstadt zu finden sein soll.

Uelzen. In den vergangenen Monaten hat der Herzogenplatz in Uelzen an Farbe verloren – das war nicht nur der Jahreszeit geschuldet. Dem Platz war auch ein farbenfrohes Kunstwerk abhanden gekommen.

„Santaka“ heißt es, was aus dem Litauischen übersetzt soviel wie „Zusammenfluss“ bedeutet, wie der Uelzener Künstler Georg Lipinsky erklärt. Es hat seinen Ursprung auch in Litauen. Dort entstand 2011 anlässlich des Hansetages im Rahmen eines Projektes eine Installation unter der Anleitung von Lipinsky mit mehr als 30 Pfählen, die in den Farben der Flaggen jener Länder, die zum Handelsbund der Hanse gehörten, bemalt wurden. „In Uelzen entstand dazu das Pendant als eine Art Antwort“, berichtet Lipinsky. Wer an den Grünflächen des Herzogenplatzes in Richtung Mühlenstraße vorbeiging, traf so auch auf bemalte Pfähle, die jedoch im Laufe der Zeit verblasst und auch marode waren. Deshalb wurde die Installation für eine Frischzellenkur im November abgebaut.

Seit gestern sorgen Milina Meisner und Patricia Burmester nun dafür, dass das Kunstwerk künftig dem Herzogenplatz wieder mehr Farbe beschert. Die beiden Frauen absolvieren im Rahmen eines berufsvorbereitenden Jahres ein Praktikum bei der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) in Uelzen. Unter der Anleitung von Matthias Burgschat, Ausbilder bei der DAA im Bereich Malerhandwerk, und Georg Lipinsky streichen sie insgesamt 38 Pfähle für das Kunstwerk neu an – wie schon in der ersten Auflage in den Flaggenfarben der Hanseländer. Zuvor wurden die Stämme aus Nadelholz schon von ihnen grundiert, damit die künstlerische Gestaltung leichter fällt. Die Farben – beispielsweise für Estland blau, schwarz, weiß – werden in unterschiedlich großen Ringen auf den Pfählen aufgebracht. „Der Künstler hat dabei keine Vorgaben gemacht“, berichtet Matthias Burgschat. Für die beiden Praktikantinnen ist die Aufgabe eine Herausforderung, wie sie dem Ausbilder berichteten. Milina Meisner meint gestern, dass es für sie auch eine gute Übung sei. Sie wolle später einmal eine Ausbildung zur Malerin machen. So sei es schön, auch mal an einem Kunstwerk zu arbeiten. Mit ruhigen Pinselstrichen gestaltete sie zunächst den Pfahl, der später einmal Deutschland repräsentieren soll.

Matthias Burgschat rechnet damit, dass alle 38 Pfähle Ende der kommenden Woche fertig sein werden. Zeitnah will sie dann auch der Künstler Georg Lipinsky wieder auf dem Uelzener Herzogenplatz aufstellen lassen.

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