Uelzener Musiktage enden mit Konzert von Dieter, Max und Paul Falk und mit Musik von Bach und Gerhardt

Familienbeitrag zum Abschluss

Abschlusskonzert der Uelzener Musiktage: Max und Paul Falk spielten mit Vater Dieter. Fotos: Bautsch-Ludolfs

Uelzen. „Seine Musik ist einfach zeitlos“, urteilte der britische Rockmusiker über das großartige Werk Johann Sebastian Bachs. Stimmt. Das wurde beim krönenden Abschlusskonzert der Uelzener Musiktage am Sonnabend deutlich. Über 350 Menschen strömten in die St.

-Marien-Kirche, um „Falk & Sons“ samt ihrem Bassisten zu lauschen und sich mitnehmen zu lassen in geistliche Choräle und Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch, Volkstümlichem aus der legendären roten Mundorgel und Bachscher Musik.

„Celebrate Bach“ hieß es. Das lateinische Wort celebrare bedeutet etwas festlich begehen, feiern, preisen. Also nicht einfach Musik spielen. Was da zu hören war, hatte seine eigene Handschrift, in einem tollen Mix aus Klassik, Pop, Jazz, Rock – viele Elemente viele Stile. Der ehemalige Kirchenmusiker Dieter Falk beeindruckte zusammen mit seinen Söhnen: dem 17-jährigen Schüler Max (Drums) und dem 14-jährigen Paul (Keyboard).

Celebrate Bach – vertraute Stücke, ob aus Inventionen, Kantaten oder Orchesterstücken durchwogten die Kirche auf modern art, verstärkt durch individuelle Lichteffekte.

Zitronengelbes Licht, blinkend, Rauchschwaden zur „Badinerie“, bei dem jeder Musiker zum Zuge kam. Keyboarder Paul teils mit gekreuzten Händen auf drei Manualen – tastensicher, Drehknopfsicher mit viel Körpereinsatz, im Blickfeld des Vaters. Voll Elan, sehr sicher durchweg Max Falk, der gern die Röhrenglocken meist zum Abschluss striff .„A Tribute to Paul Gerhard“, bot etwa der Choral „Du meine Seele singe“, mit geradezu winkenden, blinkenden Sternen durch die schwingende Scheinwerferlicht und mitsingenden Menschen.

In mehreren Dialogen konnte einiges über Vater und Söhne erfahren werden. Beispielsweise, dass die Wurzeln von Dieter Falk in der kirchlichen Jugendarbeit liegen.

Dieter Falk bezog das große Publikum ein, lud zum Mitsingen ein, improvisierte Gesangbuchlieder auf Zuruf. Und er hatte Schalk, der Senior Falk. Gab es da doch etwas, was er intonierte? Ja, Beckenbauers Fußballsong der WM 1974.

Jedoch brauchte es nur drei Töne und Mathias Claudius‘ „Der Mond ist aufgegangen“ wurde gleich aus vielen Kehlen mitgesungen – Begeisterung total. Zuletzt wurde, einem Ruf gleich: „Nun danket alle Gott“ musiziert und den wirklich letzten Abschluss bildete: „Befiehl du deine Wege“.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Kommentare